Feedreader – mein neues Spielzeug

Feeds sind das A und O eines Blogs, oder? Bevor ich mit dem Bloggen begann wußte ich aber nicht wirklich was damit anzufangen. Und auch danach war mir lange Zeit unklar wie man diese Feeds liest. So hab ich immer die Blogs abonniert, die ihren Feed per Mail anboten, das war für mich der einfachste Weg. Mein Postfach ist immer auf und meine Mails werden alle 60 Sekunden abgerufen. Damit ist der Feed per Mail am praktischsten. Doch es ließ mir keine Ruhe, was es mit den anderen Feeds auf sich hatte.


Immer wenn ich irgendwo einen Feed abonnieren wollte stand ich vor dieser Wand, die ich nicht bezwingen konnte. Dieser Buttonbaum sagte mir nichts, ok, bis auf Google. Wie soll ich eure neuen Artikel denn hier lesen? Nennt mich blöd, aber ich wußte es nicht. Die meisten Dienste da kenn ich gar nicht und ich mag mich auch nicht überall anmelden, nur um die neuen Artikel lesen zu können. Hab dann mal einen  in „mein iGoogle“ gepackt, aber war darüber jetzt nicht wirklich glücklich. Also bin ich immer zu den Blogs hin und hab nach Neuigkeiten Ausschau gehalten. Irgendwann fehlte mir dafür die Zeit und ich hab nur bei denen gelesen, die bei mir kommentiert haben. Bis ich dann mal gegoogelt habe, weil es mir einfach keine Ruhe ließ.

Dieser Artikel ist für all die, denen es genau so geht und ich bin sicher, ich bin nicht alleine. Gibt ja auch immer wieder neue Blogger unter uns und auch die brauchen vielleicht diesen Tipp. Ich hab also in die Suchmaske von Google folgendes getippt.

Was ist ein Feedreader?

Sogleich erschien ganz oben schon der erwartete Wikipedia Eintrag.

Als Feedreader (engl. etwa „Einspeisungsleser“ oder „Eingabeleser“), auch Aggregator (engl. etwa „Sammler“) werden Computerprogramme bezeichnet, mit denen sich sogenannte Feeds einlesen und anzeigen lassen.

Feeds werden meist von den Betreibern von Nachrichtenseiten, Weblogs und Foren angeboten, um über neue Artikel und Beiträge auf dieser Website zu informieren. So kann der Besucher, auch ohne die Website explizit aufzusuchen, erkennen, ob für ihn interessante Beiträge vorliegen.

Also ist das ein Programm, hmm, und ich hab eine neue Google Suche gestartet.

Feedreader Programm

Der allererste Treffer war Feedreader Download @NETZWELT.de und es war für mich ein Volltreffer. Den Feedreader 3.14 gibt es nämlich in Deutsch und gratis!! Also Datei downloaden, die .exe starten, Sprache wählen und installieren lassen. Ein Neustart ist nicht nötig. Und hier ist er nun, mein neues Spielzeug.

Startet man den Feedreader nun, hat man nicht nur zwei leerer Ordner (Starred Feed und Unread Feed) sondern auch gleich einen grauen Feedwürfel unten rechts in der Taskleiste. Ich hab mich erst gefragt wieso der grau sein muss und nicht orange, aber die Frage hat sich bald selbst beantwortet, denn sobald neue Feeds vorhanden sind wird er orange. Sind die Feeds alle gelesen ist er wieder grau. Aber erstmal gilt es den Reader mit Feeds zu füllen und das geht denkbar einfach.

Man kopiert die Feedadresse, klickt oben auf Datei -> Neu -> Feed und schon ist er drin. Das Einfügen wird einfach übersprungen, das macht er von alleine. Dann klickt man aber noch auf OK und schon sind alle Nachrichten von heute, gestern, von dieser Woche, von letzter Woche, von vor zwei Wochen, vor drei Wochen und Älter, im Feedreader. Und wenn man mal eine Feedadresse nicht kennt oder auf einer Seite nicht findet, dann kopiert man eben die Startseite und der Feedreader erkennt dann, dass es z.B. einen RSS- und einen Atom-Feed auf der Seite gibt und man entscheidet per Klick, welchen man haben will.

Klickt man oben im Menü auf Ansicht kann man die Feeds nach Datum, nach Themen oder nach Quelle anordnen. Man kann die angezeigten Spalten wählen, das Layout (Nachrichten rechts, Nachrichten unten und Nachricht-Vollbild). Man kann die Feeds alphabetisch ordnen, als ungelesen oder individuell. Man kann auch gelesene Artikel ausblenden oder verstecken. Dann gibt es noch die Button Werkzeug und Hilfe.

Hat man den Feedreader nun gefüllt stehen die Blogs links alle alphabetisch geordnet. Gibt es dort ungelesene Feeds, ist ebenfalls ein orangener Würfel davor, sind die Feeds gelesen ist es ein Grauer. In der mittleren Spalte (vorrausgesetzt man hat sich für jenes Layout entschieden) stehen die Titel der Blogbeiträge und rechts dann der Beitrag. Will man diesen dann lieber „in Groß“ lesen, gibt man ihn als Vollbild aus oder klickt gleich den Link zum Blog.

Man kann den Reader im Hintergrund laufen lassen, unsichtbar und ohne zu stören. Sobald irgendjemand was neues postet, geht unten rechts ein kleines Fensterchen auf (siehe oben erstes Bild) indem steht wer gerade was geschrieben hat. Unabhängig davon kann man auch alle oder nur einen einzelnen Feed aktualisieren. Es gibt sehr viel einzustellen, aber alles ist super einfach und sehr schön anzusehen. Es macht Spass das Teil mit Feeds zu füttern. Ich bin nur noch unschlüssig ob ich die Blogs, die ich per Mail abonniert habe, wie meinen ppfeufer, Angi, Blogwiese usw, ob ich die auch in den Reader packen oder als Mail lassen soll. Wer sich also oben auf dem Bild vermisst, der ist in meinem Postfach oder noch in meinen Bookmarks. Bin noch nicht ganz fertig mit einsortieren.

Dann gibt es übrigens noch einen Anhang Manager (Audio, Video, Bilder Andere), von dem ich noch nicht genau weiß was ich damit machen soll, aber ich bin eh erstmal mit meinen Feeds beschäftigt

Ich bin begeistert von meinem kostenlosen Feedreader 3.14 und kann ihn euch uneingeschränkt empfehlen. Schnell installiert, leicht zu handhaben und in deutsch. Was will man mehr?



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Über Chaosweib

Jutta - Nachtmensch, Bücherwurm, Spielkind, Teeliebhaberin - chaotisch, frech, neugierig, ungeduldig, experimentierfreudig - bloggt über alles, was ihr unter die Finger kommt und freut sich genau jetzt über deinen Kommentar :)
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7 Antworten auf Feedreader – mein neues Spielzeug

  1. Uwe sagt:

    Das war auch mein 1. Reader, danach zu RSSOwl und danach wollte ich kein Programm mehr auf der Festplatte und bin bei Bloglines.com hängengeblieben 🙂

  2. Ostwestf4le sagt:

    Das kommt mir bekannt vor… So ging es mir vor gut zwei oder drei Jahren. Da ich aber Google-Fan bin, kommt für mich nur der Google Reader in Frage – sowohl mobil online als auch im Desktop.

    Wozu Software installieren? Und da ich viele Feeds überwiegend mobil lese, kann ich auf den Google Reader nicht mehr verzichten.

    Auf meinem Android-Smartphone nutze ich zudem NewsRob, der sich ideal mit dem Google Reader ergänzt.

  3. Dennis Farin sagt:

    Ich bin so ein bisschen hin und her gerissen, den FeedReader habe ich auch, von der Funktionalität her gefällt mir der Google Reader aber um längen besser.
    Nur schaffe ich es nicht diesem irgendwie eine Desktopbenachrichtigung zu entlocken.

  4. Chaosweib sagt:

    Der Google Reader gefällt mir kein Stück. Ich bin froh für alles, was mal ohne Google geht 😉

  5. Dennis Farin sagt:

    Ich kann mich ja auch nie wirklich von dem SEO Gedanken im Hinterkopf lösen, das tolle an dem Google Reader ist, der hat auch alle, oder zumindest die meisten alten Artikel noch im Cache und das kann Gold wert sein wenn du eventuell mal ein Kommentar zu einem speziellen Thema in einem Blog loswerden willst. 🙂

  6. Pascal sagt:

    Bin auch gerade auf den Trichter gekommen. War erst hin- und her gerissen, ob ich nun auf Google oder Outlook setzen soll, aber Google ist für mich praktikabler, da ich an verschiedenen Rechnern arbeite.

  7. Steffi sagt:

    Ich habe meine Feeds jetzt alle in mein Thunderbird eingelesen und finde das eigentlich ganz gut. Es ist einfach, schlicht und ich nutze es eh ständig… 😉

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