Natascha Kampusch – 3096 Tage

Der Name „Natascha Kampusch“ ist den meisten wohl ein Begriff. Ja genau, das ist die junge Österreicherin, die mit 10 Jahren auf dem Schulweg entführt und unfassbare achteinhalb Jahre (3096 Tage) gefangen gehalten wurde.  Erst am 23. August 2006, im Alter von 18 Jahren, gelang ihr dann endlich die Flucht. Ich hab viel von ihr und über sie in den Medien gehört und was ich nicht verstehen kann, ist dass ihrer Geschichte so viele negativ gegenüber stehen. Viele können nicht verstehen, dass sie als starke Frau in den Medien so präsent ist. Was erwarten die denn?

Würde man ihr mehr Mitleid oder Respekt entgegenbringen, wenn sie als gebrochene Frau, psychisch am Ende in der Psychiatrie säße? Wissen wir ob die nachts im Dunkel panische Angst hat? Ob ihr in engen Räumen wie Fahrstühlen die Luft wegbleibt? Wir kennen sie doch immer nur ein paar Minuten im Fernsehen. Wie kann man an ihrer Geschichte zweifeln? Die Suche nach der damals 10jährigen ging durch die Presse und dass sie diese Entführung überhaupt überlebt hat, ist ein Wunder. Wie war denn der Entführer gestrickt, dass er sie jahrelang gefangen gehalten hat? Wir kennen doch sonst nur Fälle die so ablaufen: Entführung -> Missbrauch ->Mord.

3096 Tage - Natascha Kampusch

©Foto: Chaosweib, Cover ©Ullstein Buchverlage GmbH

Nur weil es bei Natascha anders ablief ist es doch nicht weniger dramatisch. Wie es ist über viele Jahre in einem Kellerverlies eingesperrt zu sein, können wir uns doch nicht mal annähernd vorstellen, oder? Also mich interessiert ihre Geschichte und ich möchte mir mit ihrem Buch gerne eine eigene Meinung bilden und vor allem wissen wie der Entführer so drauf war, was er eigentlich wollte.

Dank dem List Verlag, der mir freundlicher Weise das Buch zur Verfügung gestellt hat, kann ich jetzt auf 284 Seiten lesen wie es wirklich war. Ich bin schon richtig gespannt drauf. Natürlich werde ich dann hier eine kleine Rezension einstellen, damit auch ihr entscheiden könnt ob ihr es lesen oder lieber bei den Infos aus den Medien bleiben wollt.

Zitat vom Buchrücken:
Natascha Kampusch erlitt das schrecklichste Schicksal, das einem Kind zustoßen kann: Am 2. März 1998 wurde sie im Alter von zehn Jahren auf dem Schulweg entführt. Ihr Peiniger, der Nachrichtentechniker Wolfgang Priklopil, hielt sie in einem Kellerverlies gefangen – 3096 Tage lang. Am 23. August 2006 gelang ihr aus eigener Kraft die Flucht. Priklopil nahm sich noch am selben Tag das Leben. Jetzt spricht Natascha Kampusch zum ersten Mal offen über die Entführung, die Zeit der Gefangenschaft, ihre Beziehung zum Täter und darüber, wie es ihr gelang, der Hölle zu entkommen.

Wer nicht warten will, wie mir das gefallen hat und jetzt  lieber selbst lesen will, kann das Buch bei Amazon bestellen. Ihr könnt den Link ruhig anklicken, ist kein Ref oder so. Ich hab keine Partnerschaft mit denen und auch mit sonst keinem. Weitere Informationen findet ihr auch auf Wikipedia, da können sich diejenigen mal kurz einlesen, die von der Geschichte noch nichts gehört haben. Es gibt auch eine offizelle Website von Natascha Kampusch, aber die finde ich jetzt wenig interessant.

Ich werde jetzt erstmal ein bisschen lesen und bedanke mich noch einmal beim List Verlag, der mir das Buch heute zugeschickt hat.

Zitatabdruck und Coverabbildung mit freundlicher Genehmigung des Verlags.

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Über Chaosweib

Jutta - Nachtmensch, Bücherwurm, Spielkind, Teeliebhaberin - chaotisch, frech, neugierig, ungeduldig, experimentierfreudig - bloggt über alles, was ihr unter die Finger kommt und freut sich genau jetzt über deinen Kommentar :)
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13 Antworten auf Natascha Kampusch – 3096 Tage

  1. Janina sagt:

    Das Buch ist mit Sicherheit sehr spannend und wir auch noch irgendwann auf meinem Nachttisch liegen (wenn die anderen ausgelesen sind 😉 )

  2. Nine sagt:

    Ich freue mich für Dich, dass es geklappt hat mit dem Buch! 🙂 Geht mir ja genauso wie Dir: Ich möchte mir meine eigene Meinung bilden und gebe nix auf die Hetzerei der Medien oder Sonstwem. 😕 Habe ja schon ein paar Seiten gelesen und ich stell’s mir einfach schrecklich vor!
    LG Nine

  3. Chaosweib sagt:

    Ich bin auch schon ganz gespannt. Hatte heute Mittag leider nur Zeit das Inhaltsverzeichnis und ne halbe erste Seite zu überfliegen.

    Aber Nine, was mir aufgefallen ist: Warum sind Deine Trackbacks denn nofollow ?:-)

  4. Sumit sagt:

    Hab grad im Feedreader den Post überflogen und am Schluss mal dein Unterschriftbildchen gesehen und ich nur: „Wait a second, das kennste doch“…
    Dschungelbuchschrift? Disney? Irgendwas in der Sparte? Nein? Ach… crap!

  5. ManuRitter sagt:

    Ich fand auch schlimm, wie teilweise über Natascha Kampusch in den Medien hergezogen wurde. :no:  Und wenn ich ehrlich bin, war ich auch erst mal entsetzt, als ich gehört habe, dass sie das Haus ihres Entführers gekauft hat. Aber inzwischen denke ich anders. Sie hat recht. Jeder andere Eigentümer würde sicherlich ihre Geschichte ausschlachten und somit hat sie mit dem Kauf des Hauses das einzig Richtige getan.

    Was das Buch angeht, bin ich allerdings anderer Meinung. Hat für mich so ein Gschmäckle…irgendwie habe ich im Hinterkopf doch immer die Profitgier des Verfassers, was ich aber Frau Kampusch in diesem Fall nicht unterstellen möchte. Will heißen, ich würde mir das Buch weder kaufen, noch lesen,  bin aber trotzdem gespannt, ob Du es gut findest, oder eben nicht. 😉

  6. Chaosweib sagt:

    @Sumit, das hab ich mir damals basteln lassen, als ich davon noch keine Ahnung hatte. Ist irgendeine Schriftart aus einem Photoprogramm oder von einem Designer, die es im Netz lizenzfrei gibt. Das Blümchen ist aus Photo Impakt

    @Manu, sie hat das Haus nicht gekauft, sie hat es bekommen, als „Entschädiging“. Als Beckmann sie fragte, was sie damit machen will, meinte sie: „anzünden“. Zuerst aber musste sie Abschied nehmen. Sie hat die Hälfte ihres Lebens dort verbracht und ist knall auf Fall geflüchtet. Ich glaube, sie braucht da ein Art Abschluss.

  7. Jasmina sagt:

    Das Buch ist total spannend ! …ich denke auch gerade deswegen, weil es keine fiktive Geschichte ist, sondern der Realität entspricht. Meine Freundin und ich haben es uns sofort zum VÖ gekauft und teilen uns nun die „Lesezeiten“ 🙂 …Empfehlenswert ist es in jedem Fall! Hat man die Interviews mit Natascha Kampusch verfolgt, hat sich der Ein oder Andere bestimmt schon mal gefragt, warum sie so oft reagiert, wie sie reagiert – ich finde, das Buch ist diesbezüglich sehr aufschlussreich und macht erst das ganze physische und psychische Ausmaß der Geschichte und ihrer Folgen klar. (Obwohl man in diesem Fall als Unbeteiligter von „klar“ sprechen dürfte, denn wirklich nachempfinden, kann diese Erlebnisse keiner..)
     
    LG
    Jasmina

  8. Jasmina sagt:

    ups…fail..ich meinte : Obwohl man in diesem Fall als Unbeteiligter NICHT von “klar” sprechen dürfte, denn wirklich nachempfinden, kann diese Erlebnisse keiner..

    • Chaosweib sagt:

      Du kannst Deine Kommentare doch bearbeiten 😉

      Ich hab heute Nacht angefangen zu lesen und hab gleich auf den ersten Seiten ein paar Erklärungen für ihr Verhalten gefunden. Will jetzt hier nicht zu viel preisgeben, sonst kann ich meine Rezension ja vergessen und darauf besteht der Verlag ja :-))

      Ich hoffe, Ihr zwei Hübschen kommt nicht aneinander wegen der Lesezeiten *gg*

  9. SonKralice sagt:

    ich hatte diese frau damals im tv gesehen.. das buch ist bestimmt sehr spanned.. viel spaß beim lesen 🙂

  10. Bonny sagt:

    Da bin ich auf deine Rezension gespannt. Hatte selber schon wieder vergessen, dass ich das Buch haben wollte – dementsprechend auch Danke für die Erinnerung an diesen Titel (kommt davon, wenn man etwas nicht direkt auf die Wunschliste setzt).
     

  11. Chaosweib sagt:

    Hallo Ronny, erstmal willkommen im Chaos-Blog.

    Zum Glück gibt es verschiedene Meinungen zu dem Thema und ich hab absolut nichts gegen die Vorgehensweise der Kampusch. Sie kann sich entweder von Paparazzi verfolgen lassen, wobei die Paparazzi das große Geld machen, oder sie geht selbst an die Öffentlichkeit und spendet das Geld an andere Opfer.

    Wenn Du so etwas erlebt hättest und jeder Dich auf der Strasse anglotzen und sich irgendwas zusammenreimen würde, hättest Du vielleicht auch das Bedürfnis „es klar stellen“ zu wollen.

    Wir können uns nicht in die Situation reinversetzen und deshalb sollten wir nicht vorverurteilen.

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