Natascha Kampusch – Ich wollte schon immer eine Sklavin

Natascha Kampusch 10 Jahre

©Keystone / 20min.ch

Dieses kleine Mädchen, da links, wurde im Alter von 10 Jahren auf dem Schulweg entführt. Dieses kleine Mädchen hat von jetzt auf gleich alles verloren, ihre Freiheit, ihre Familie, ihre Haare und sogar den eigenen Namen musste sie ablegen. Dieses kleine Mädchen wurde in ein Kellerverlies gesperrt und psyschich und physisch bestialisch gequält, misshandelt und missbraucht. Dieses kleine Mädchen ging 8 Jahre und 4 Monate, oder genauer gesagt 3096 endlos lange Tage durch die Hölle.

Ich habe “3096 Tage” von Natascha Kampusch gelesen. Noch nie hat mich ein Buch so aufgewühlt wie dieses. Es gab aber auch noch kein Buch wie dieses. Immer wieder musste ich es zur Seite legen um mir die Tränen wegzuwischen. Immer wieder hatte ich das Bedürfnis zu Natascha hinzurennen, sie in den Arm zu nehmen und sagen: “Es ist vorbei, du hast es geschafft”. Sie hat tatsächlich überlebt und sie hat das Versprechen, dass sie sich selbst gab gehalten, nämlich sich mit 18 endlich selbst zu befreien. Dann würde sie sich stärker fühlen, dann könnte sie den Täter vielleicht überwältigen.

Natascha Kampusch gesucht

©Foto: AP

Aber von vorne: Als Wolfgang Priklopil dieses Kind 1998 entführte, hatte er diese Tat bereits seit Jahren geplant. Akribisch hat er das Verlies gebaut, dass niemand finden konnte. Die Nachbarn, die später befragt wurden, bemerkten schon dass da gearbeitet wurde und Aushebungen stattfanden, aber Priklopil hatte für alles und jeden eine Erklärung. In seinem Wahn und seiner Paranoia hatte er an alles gedacht. Wäre ja wohl auch niemand auf die Idee gekommen, dass hier ein Verlies für eine Entführung gebaut wird. Er erkundigte sich auch nach Schallisolierungen, sodass kein Geräusch mehr nach außen dringen kann.

Nur mit der Beschreibung Nataschas hat die Polizei das Versteck später entdeckt. Selbst bei einer Hausdurchsuchung wäre es nicht gefunden worden, auch nicht mit Wärmebildkameras. Der Täter hatte wirklich an alles gedacht. Als er Natascha verschleppte zerrte er sie, eingewickelt in eine Decke, in den dunklen, feuchten, muffig riechenden Raum. Erst nach einem halben Jahr durfte sie das erste Mal raus um oben im Haus ein Bad zu nehmen. Da erst wurde ihr schlagartig bewußt, dass sie niemand finden oder hören würde. Würde dem Täter irgendwas passieren und sei es nur ein Armbruch, der im Krankenhaus behandelt werden müßte, wäre das ihr sicheres Todesurteil.

Kampusch Verlies Keller

©APA/BKA

Zitat Seite 128
Als er schließlich eines Abends die Tür zu meinem Verlies öffnete und mich aufforderte, ihm zu folgen, setzte ich die ersten Schritte nur zögerlich. Im diffusen Licht hinter der Tür zu meinem Gefängnis erkannte ich einen kleinen, etwas höher liegenden und schräg geschnittenen Vorraum mit einer Truhe. Dahinter eine schwere Holztür, über die man in einen zweiten Vorraum kam. Dort fiel mein Blick auf einen wuchtiges, bauchiges Ungetüm an der linken, schmalen Wandseite. Eine Tür aus Stahlbeton. 150 Kilo schwer. Eingelassen in eine fast 50 cm dicke Mauer, von außen zu verriegeln mit einer Eisenstange, die ins Mauerwerk eingelassen war. So stand es in den Polizeiakten. Welche Gefühle beim Anblick dieser Tür in mir hochkamen, kann ich kaum in Worte fassen. Ich war einbetoniert. Hermetisch abgeriegelt. Der Täter warnte mich immer wieder vor Sprengfallen, den Alarmanlagen, den Kabeln, mit denen er den Eingang zu meinem Verlies unter Strom setzen könne. Ein Hochsicherheitstrakt für ein Kind.

Zitat: Welt.de
Das Kellerverlies der jahrelang verschleppten Natascha Kampusch wäre nach Einschätzung der Ermittler auch mit modernsten Suchgeräten nicht gefunden worden. “Um in dieses Verlies zu kommen, musste man in eine Grube steigen, einen Wandverbau auf die Seite schieben, einen Tresor aufmachen, und zwar mit einem Code, links und rechts zwei Dübel und Schrauben entfernen, den Tresor rausnehmen, in ein Loch reinkriechen, eine Blende wegnehmen, erst dann kam man zur Tür, die in dieses Verlies führt.” Er selbst habe es nur drei Minuten darin ausgehalten. “Wer in diesem Verlies war, weiß, sie ist durch die Hölle gegangen.”

Wolfgang Priklopil

Quelle: dpa

Der Täter brauchte jedes Mal über eine Stunde um zu ihr ins Verlies zu kommen. Zweimal am Tag brachte er ihr was zu Essen. Nur an den Wochenenden nicht. Er brachte ihr eine Kochplatte und Dosengerichte, dann sagte er zu dem 10jährigen Kind, dass es sich selbst kochen sollte. Von Freitag bis Sonntag war nämlich die Mutter des Täters zu Besuch und da wäre es aufgefallen, wenn er Stunden weg gewesen wäre. In diesen Tagen war sie ganz allein.

Hatte der Täter sie zu Beginn noch mit tagelanger Dunkelheit oder Dauerbeleuchtung gefoltert, so gab es später eine Zeitschaltuhr, die den Tag bestimmte. Natascha erinnerte sich, dass sie früher, noch bei ihren Eltern, im Fernsehen die Fälle des Mark Dutroux verfolgte. Sie dachte immer ihr könne so etwas nicht passieren. Die Opfer waren meist blond und zierlich, sie jedoch war pummelig und dunkelhaarig. Priklopil schücherte sie anfangs noch mit erfunden Mittätern ein, an die er sie übergeben sollte. Sie stellte sich vor, dass diese Männer wer weiß was mit ihr anstellen. All die schlimmen Dinge, die sie aus dem Fernsehen kannte. Sie hatte noch die Worte im Ohr: “Nicht wehren um nicht getötet zu werden”.

Hatte Natascha in den ersten Wochen noch gehofft, dass man nach ihr sucht und sie findet oder Pläne geschmiedet wie sie fliehen könnte, so wurde ihr bald bewußt, dass sie hier nie wieder rauskommt. Was Natascha all die Jahre aushalten musste kann man sich nicht mal vorstellen, wenn man es gelesen hat. Die ersten 6 Monate, wie gesagt, war sie permanet im Verlies. Das Klappern des Ventilators war alles, was sie hörte und es macht sie wahnsinnig. Das Atmen fiel schwer, so muffig, feucht und schimmelig war es dort. Am Anfang hatte sie nur eine 5 cm dünne Schaumstoffunterlage zum schlafen. Der Täter nahm ihr die Schultasche weg und hat ihre Schuhe verbrannt. Immer wieder trichterte er ihr ein, dass ihre Eltern sie nicht mehr lieben, sie nicht mehr haben wollen. Das niemand sie sucht und sie ihm dankbar sein sollte, weil er sie doch gerettet hat. Von nun an war sie an die Phantasie eines Mannes gekettet, der längst das Urteil lebenslänglich gefällt hatte. »Ich lasse dich nie wieder frei«, »Ich wollte schon immer eine Sklavin.«

Zitat Seite 90
Mein neues Zuhause war ein Verlies, meine Bezugsperson der Täter. Meine ganze Welt war aus den Fugen geraten und er war der einzige Mensch in diesem Alptraum, zu dem meine Welt geworden war. Ich war von ihm so abhängig, wie es sonst nur Säuglinge und Kleinkinder von ihren Eltern sind: Jede Geste der Zuwendung, jeder Bissen Essen, das Licht, die Luft – mein ganzes physisches und psychisches Überleben hing von diesem einen Mann ab, der mich in sein Kellerverlies gesperrt hatte. Und mit seinen Behauptungen, dass meine Eltern nicht auf Lösegeldforderungen antworteten, machte er mich auch emotional von sich abhängig.

Wollte ich in dieser neuen Welt überleben, musste ich mich auf seine Seite stellen. Für jemanden, der nie in einer solchen Situation der Unterdrückung war, mag das schwer verständlich sein: Aber ich bin heute stolz darauf, dass ich diesen Schritt jenem Menschen gegenüber geschafft habe, der mir alles geraubt hat. Dieser Schritt hat mir das Leben gerettet. Auch, wenn ich zunehmend mehr Energie aufbringen musste um diesen »positiven Zugang« zum Täter aufrechtzuerhalten. Er selbst hat sich sukzessive zum Sklaventreiber und Diktator gewandelt. Aber ich bin nie von meinem Bild abgerückt.

Später bekam sie ihre Schulsachen wieder, aber ohne die Schere oder sonstige spitze Gegenstände mit der sie ihn oder sich selbst verletzen könnte. Wenn sie »brav« war bekam sie zu Essen, zu lesen und ein paar ausgewählte Serien auf Video. Der Täter schleppte alles an, was sie sich wünschte. Wenn sie nicht »brav« war nahm er ihr das alles wieder weg. Er ließ sie hungern, er drehte die Glühbirne raus und ließ sie tagelang allein, bis sie dem Hungertod nahe war. Als er eines Tages mit einer Gegensprechanlage ankam, war sie froh und erleichtert. Endlich könne sie sich bemerkbar machen, wenn es ihr schlecht ginge. Was sie nicht wußte: Der Täter hatte das andere Ende oben so versteckt und stumm geschaltet, dass er es gar nicht immer bemerkte, wenn sie unten den Knopf drückte. Auch die Mutter durfte ja nichts mitbekommen. Am Ende entpuppte sich diese »rettende Sprechanlage« als eine weitere Foltermethode des Täters. Nun konnte er zu jeder Zeit von oben runterbrüllen, dass sie nur so zusammenfuhr. Zu jeder Tages- und Nachtzeit.

»Hast du Zähne geputzt?« »Hast du dein Essen eingeteilt?« »Hast du Rechenübungen gemacht?« »Wieviele Seiten hast du gelesen?« »Hast du die Banane übriggelassen?« »Warst Du schon wieder so verfressen?«

Sie schreckte jedesmal hoch, wenn seine Stimme die Stille durchschnitt. Andersrum konnte er mit einem Knopf alles hören, was im Verlies geschah. Jedes Geräusch. Er konnte so kontrollieren ob sie Musik hörte oder mit dem Löffel über den Teller kratzt. Nichts blieb ihm mehr verborgen. Natascha war den ganzen Tag damit beschäftig ihre 5 qm so wohnlich wie möglich zu gestalten. Sie verlangte Putzmittel und Raumspray. Wenn der Raum sich mit dem Duft füllte, fiel das Atmen zwar nicht leichter, aber mit geschlossenen Augen konnte sie sich auf die blühenden Wiesen träumen, die auf der Dose abgebildet waren. Aber wehe, wenn sie zuviel davon benutzte, dann nahm er ihr auch diesen Traum weg. Natascha konnte sich gut Dinge vorstellen, die gar nicht da waren. Sie nannte es ihre “kleinen Rettungsinseln”. Sie malte mit ihrer Wachsmalkreide den Eingang der elterlichen Wohnung an die Wand. Wenn sie dann auf ihrer Matratze lag und Richtung Tür blickte, stellte sie sich vor wie ihre Mutter reinkommt und die Schlüssel auf die Kommode legt.

Kampusch Verlies von innen

Quelle: dpa

Irgendwann, als lange klar war, dass sie für immer hierbleiben müsse, schleppte der Täter Bretter und Farbe an. Die Wände wurden in der gleichen Farbe gestrichen wie ihr Kinderzimmer. Das hatte sie sich aussuchen dürfen. Sie bekam ein Hochbett und Regale. Mit den Resten der Wandfarbe aus dem Verlies strich er sein Wohnzimmer. Es wäre doch verräterich, wenn Farbreste gefunden würden, die im ganzen Haus nicht verstrichen ist.

Die kommenden Jahre war das ihr zu Hause und Proklopil die einzige Bezugsperson. Er betimmte über Leben und Tod. Von einer auf die andere Minute schlug er auf sie ein und wenn sie weinte bekam sie ein Eis. Er gab ihr Unterricht und sie las alles was sie kriegen konnte. Bevorzugt Sachbücher und Lexika. In den ersten Monaten hatte er ihr aus den Videos die Nachrichten rausgeschnitten, später durfte sie ausländische News sehen, bei denen er sicher sein konnte, dass ihr Fall nicht drin vorkam. Natascha bildete sich selbst. Sie wußte was in der Politik geschah und sie lernte englisch.

Später holte er sie rauf ins Haus. Dort musste sie alles blitz blank putzen und für ihn, nach den Rezepten seiner Mutter, kochen. Er erklärte ihr, dass sie sich von den Fenstern fernhalten solle, die seien mit Sprengstoff gesichert und er ließ sie keine Sekunde aus den Augen. Sie musste alles penibel genau nach seinen Anweisungen erledigen. Er stand immer maximal einen Meter hinter ihr. Die Paranoia des Täters kannte keine Grenzen. Aus Angst man könne bei einer Hausdurchsuchung, mit der er täglich rechnete, auch nur ein Haar von ihr finden, musste sie ständig eine Plastiktüte und Haarklammern tragen. Jedes Haar, dass er fand verbrannte er. Schließlich rasierte er ihr eine Glatze. Er nahm ihr wirklich alles, sogar ihren Namen musste sie verleugnen. Sie bekam einen neuen, Bibiana.

Natascha half auch beim Ausbau des Obergeschosses. Sie schleppte Bretter und Zementsäcke. Sie verrichtete als Kind schon Arbeiten für die andere Fachleute einstellen. Sie war seine Sklavin, die er sich von klein auf so formte und unterdrückte wie er wollte. Wenn sie ihm auch nur einen Schraubendreher falsch herum reichte rastete er aus. »Du bist zu dumm zum Scheißen!« Dann warf er mit der Bohrmaschine nach ihr oder mit dem Teppischmesser. Als eins im Knie steckenblieb und es blutete schleppte er sie panisch ins Bad und schrubbte sie ab. Nur keine Blutflecken hinterlassen. Einmal zerrte er sie blutend die Stufen zum Verlies runter, dann brüllte er sie an, dass er jetzt wegen ihr die Treppe abschmirgeln und streichen müßte.

Wenn sie nicht tat was er wollte schrie und prügelte er was das Zeug hält. Und es war wirklich schwer es ihm recht zu machen. Was heute noch in Ordnung oder erlaubt war, stand morgen schon unter Strafe. Die Misshandlungen nahmen kein Ende. Einige hätte sie sich sicher ersparen können, wenn sie getan hätte was er verlangte, aber sie beschloß von Anfang an sich nicht brechen zu lassen und sich etwas Selbstachtung zu bewahren. So weigerte sie sich z.B. all die Jahre ihn »Maestro« zu nennen oder sich zu knien. Das gab natürlich wieder Prügel. Sie führte ein Tagebuch in das sie penibel seine Misshandlungen reinschrieb.

Zitat Seite 226
21.8.2005: Morgens anbrummen. Beschimpfungen ohne Grund. Dann Schläge und übers Knie legen. Tritte und Puffe. Sieben Schläge ins Gesicht, ein Fausthieb auf den Kopf. Beschimpfungen und Schläge, nur Frühstück ohne Müsli. Dann Dunkelheit bei mir unten / ohne Aussprache / blöde ausspielerische Sprüche. Und einmal mit dem Finger kratzen am Zahnfleisch. Kinndrücken und Halswürgen.

22.8.2005: Fausthiebe auf den Kopf.

23.8.2005: Mindestens 60 Schläge ins Gesicht, 10-15 schwere Übelkeit verursachende Schläge mit der Faust auf den Kopf, vier Schläge mit der flachen, brutalen Hand auf den Kopf, ein Fausthieb mit voller Wucht auf mein rechtes Ohr und Kiefer. Das Ohr färbt sich schwärzlich. Schwerer Uppercut, dass der Kiefer knirschte, Knietritte ca. 70 Stück, vorwiegend ins Steißbein und auf den Po. Fausthiebe ins Kreuz und auf das Rückgrat, die Rippenbögen und zwischen die Brüste. Schläge mit dem Besen auf den linken Ellenbogen und den Oberarm (schwärzlich-brauner Bluterguss), sowie das linke Handgelenk. Vier Schläge ins Auge, so dass ich blaube Blitze sah, uvm.

24.8.2005: Brutale Tritte mit dem Knie in den Bauch und Genitalbereich. (wollte mich zum Knien bringen), sowie auf die untere Wirbelsäule. Schläge mit der Handfläche ins Gesicht, ein brutaler Fausthieb auf mein Ohr (schwarzblaue Verfärbung). Dann Dunkelhaft ohne Luft und Essen.

Ihr könnt euch vorstellen, was es heißt tausende von Tagen so gequält zu werden. All diese Verletzungen mussten ja auch von selbst heilen. Der Täter konnte ja schlecht einen Arzt anrufen. Natascha hat während ihrer Gefangenschaft mehr als einmal versucht sich das Leben zu nehmen, aber letzendlich war da wieder ihr unbändiger Wille zu überleben und eines Tages zu flüchten. Der Täter wurde immer wahnsinniger. Er wollte eine heile Welt mit einer Frau an seiner Seite und diese Frau musste er sich erst »machen«. Später, so mit 17, wagte er sogar mit ihr das Haus zu verlassen, so sicher war er sich, dass sie nicht abhauen würde.

Seit ihrem 10. Lebensjahr fütterte er sie schließlich mit Drohungen. Wenn sie abhaut bringt er sie um. Er tötet jeden, den sie anspricht und der ihr helfen würde. Nachdem sie ja wußte zu was dieser Irre fähig war, glaubte sie ihm das unbesehen. Außerdem sorgte er stets dafür, dass sie zu schwach zum laufen war, nie ganz angezogen und voller blauer Flecke. So würde man sich doch nicht auf die Strasse trauen. Aber was sollte sie auch sagen, wenn sie draußen war? So zum Beispiel zu dem Verkäufer im Baumarkt?

Zitat Seite 229: »Bitte, helfen sie mir.«
»Das hat meine Nichte öfter, die Ärmste, sie ist leider verwirrt – sie braucht ihre Medikamente«, würde Priklopil wohl sagen und rundherum würde man verständnisvoll nicken, wenn er mich am Oberarm packen und aus dem Baumarkt zerren würde.

Natascha Kampusch war inzwischen nicht nur von ihren sichtbaren Mauern im Verlies gefangen, es waren in all den Jahren auch Mauern in ihr drin gewachsen. Sie war innerlich und äußerlich gefangen. Jahrelanges Drohen, Angstmachen, Einschüchtern – am Ende hätte ich ihm auch geglaubt.

Am 23. August 2006 gelang ihr dan tatsächlich die Flucht. Sie saugte den Lieferwagen aus, in dem sie 1998 entführt wurde. Er sollte jetzt verkauft werden und musste dafür blitze blank sein. Als das Handy des Täters klingelte und er sich, wegen des Staubsaugerlärms, ein paar Schritte von ihr entfernte, zögerte sie erst noch, doch dann lief sie. Sie lief und lief. Egal wohin, nur weg. Die ersten Passanten, die sie bat die Polizei zu rufen, hatten kein Telefon dabei und gingen einfach weiter. Doch dann erblickte sie eine Frau hinter einem offenen Fenster. Der Rest ist Geschichte, jedenfalls zum Teil. Durch ihre Intelligenz und ihr intuitives Verhalten hat sie diese jahrelange Tortur überlebt. Sie war frei.

Ich muss leider langsam mal zum Ende kommen, aber das fällt mir total schwer. Ich könnte euch das ganze Buch abschreiben. Ich glaube man merkt auch, dass ich noch immer ganz aufgekratzt bin. Es gelingt mir kaum eine vernünftige Richtung in den Beitrag zu bringen. Man glaubt kaum, was man da liest und doch weiß man, es ist eine wahre Geschichte. Das läßt einem regelrecht das Blut in den Adern gefrieren.

Ich verstehe nicht wie man dieser Frau auch nur den geringsten Groll entgegenbringen kann. Die ganze Zeit während ich das Buch las wollte ich eins unbedingt loswerden, ich wollte sogar den Artikel damit beginnen. Allen Skeptikern und allen, die dieser Frau nur Unverständnis ja sogar Hass entgegen bringen: Schämt euch!!!

Ich hatte im ersten Bericht kurz geschrieben ob man ihr wohl mehr Verständnis und Mitleid entgegen brächte, wenn sie eine gebrochene Frau und in einer Psychiatrie wäre. Ich bin zusammengezuckt, als sie genau dies niederschrieb:

Zitat Seite 280
Ich hatte all dem Müll und den dunklen Phantasien Wolfgang Prikopils getrotzt, mich nicht brechen lassen. Nun war ich draußen und man wollte genau das sehen.: einen gebrochenen Menschen, der nie mehr aufstehen würde, der immer auf die Hilfe anderer angewiesen sein wird. Doch in dem Moment in dem ich mich weigerte, dieses Kainsmal für den Rest meines Lebens zu tragen, kippte die Stimmung. Missbilligend nahmen die hilfsbereiten Menschen, die mir ihre alten Kleider geschickt und eine Putzstelle in ihrer Wohnung angeboten hatten, zur Kenntins, dass ich nach meinen Regeln leben wollte………

Ich hab’ einen Stempel auf der Stirn, wo draufsteht: Gewaltopfer

Glaubt man das? Sie bekam tatsächlich Briefe in denen man ihr eine Putzstelle mit Kost und Logie anbot. Man sperrte sie auf die psychiatrische Station und legte ihr nahe ihren Namen zu ändern und ein neues Leben anzufangen. 3096 Tage kämpfte sie um ihre Freiheit und Identität und nun war sie wieder eingesperrt und sollte erneut ihren Namen ablegen.

Täglich sah sie auf den Titelseiten der Zeitungen ihr Verlies, überall markiert mit gelben Nummern der Spurensuche. Zig Leute trampelten in dem kleinen Raum alles platt, der jahrelang ihr zu Hause war und wo sie noch Stunden zuvor gefrühstückt hatte. Man »erfand« ihre Geschichte täglich neu, titelte zum Beispiel »Das Se*xmonster von Strasshof« oder »Kampusch im Sado-Maso-Milieu« nur um die Auflage zu steigern, um die Sache noch grausiger darzustellen, als wäre die Wahrheit nicht genug.

Irgendwann hat sie das nicht mehr ertragen und beschloss ihre Geschichte selbst zu erzählen um sich noch einen kleinen Rest an Würde zu bewahren und vor allen, um die Wahrheit zu sagen. Sie lässt in ihrem Buch, mit dem sie versucht das dunkelste Kapitel ihres Leben abzuschließen, auch konsequent die se*xuellen Übergriffe aus. Sie erwähnt kurz, dass es diese gab, und man liest es zwischen den Zeilen auch raus, aber das sei das letzte Stückchen ihrer Privatphäre. Nur zu verständlich, finde ich. Das Buch ist auch so schlimm genug.

Auch ein Bericht mit 3350 Wörtern kann nicht annähernd rüberbringen was da abging. Ich kann jedem nur empfehlen das Buch zu lesen. Da steht noch so viel mehr drin. Es liest sich sehr flüssig, man will gar nicht mehr aufhören. Und man versteht schnell warum sie so reagiert und gefühlt hat. Kauft es, laßt es euch zu Weihnachten schenken, oder zum Geburtstag, aber lest es. Vielleicht versteht ihr sie dann und vielleicht lasst ihr sie dann endlich leben.

3096 Tage - Natascha Kampusch

©Foto: Chaosweib, Cover ©Ullstein Buchverlage GmbH

“3096 Tage” von Natascha Kampusch
Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
Verlag: List (8. September 2010)
ISBN-13: 978-3471350409
Preis: 19,95 Euro

Erhältlich auch als Taschenbuch, eBook, Kindle Edition und Hörbuch. Letzteres ist nicht zu empfehlen, da die Sprecherin nicht passt. Das Problem hieran ist, dass wir alle die leise und zarte Stimme von Frau Kampusch kennen und diese Sprecherin nicht einmal in die Nähe davon kommt. Es gibt genug geeignete junge Sprecherinnen, die das, meiner Meinung nach, hundertmal besser gemacht hätten. Hier geht es zur Hörprobe

*****

Zitatabdruck und Coverabbildung mit freundlicher Genehmigung des Verlags. Ein dickes Danke nochmal dem List Verlag, der mir dieses Rezensionexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Sorry, ist wohl ein bisschen mehr als eine normale Rezension geworden, aber dieses Buch läßt mich nicht mehr los. Lest es, es ist es wert. Natascha ist es wert.

5 Sonnenblumen

Auch diese Beiträge schon gelesen?
  1. Buchvorstellung: Ich bin der Herr deiner Angst
  2. Rezension: Dunkle Gebete von Sharon Bolton
  3. Rezension: Die Insel der besonderen Kinder
  4. Oh mein Gott, was für eine Mutter!
  5. Rezension: EREBOS von Ursula Poznanski
  6. Natascha Kampusch – 3096 Tage
↑↑ wieder nach oben ↑↑
Hat der Artikel gefallen? Dann abonniere doch meinen Feed Chaos-Blog RSS Feed abonnieren

Über Chaosweib

Jutta - Nachtmensch, Bücherwurm, Spielkind, Kaffeejunkie, Teeliebhaberin - chaotisch, frech, neugierig, ungeduldig, morgenmuffelig, experimentierfreudig - bloggt über alles, was ihr unter die Finger kommt und freut sich genau jetzt über deinen Kommentar :)
Gepostet unter: gelesen
Tags: , , , , , , , , , , , ,
Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

32 Antworten auf Natascha Kampusch – Ich wollte schon immer eine Sklavin

  1. Heike sagt:

    Das Buch werde ich nicht lesen. Ein solcher Inhalt nimmt mich zu sehr mit.
    Ich habe vor Jahren ein Buch über eine Satanssekte gelesen. Das habe ich dann versteigert bzw. vertauscht. Ich konnte es nicht ins Bücherregal stellen.
    Heike
     

  2. Manu sagt:

    Ein sehr eindrucksvoller Bericht. Ich habe beim Lesen Gänsehaut bekommen.

    Schlimm, was sie durchmachen musste und jetzt teilweise dafür angefeindet wird. Nach dem, was ich jetzt hier gelesen habe, verstehe ich auch, warum sie dieses Buch geschrieben hat.

    LG

  3. Nine sagt:

    Ich habs ja auch gelesen und mir damit selbst einen Eindruck davon machen können. Finde es auch total daneben, wie Natascha K. heute noch von den Menschen angegangen wird. Dieser Bericht und das Buch können nur einen klitzekleinen Einblick in das Geschehene geben und selbst das ist schon schlimm genug.
     

  4. Aleksandrah sagt:

    Vielen Dank für deine ausführliche Rezension! Ich habe das Buch noch nicht gelesen, habe aber einiges an Erfahrungsberichten gelesen, die in ähnlich schlimme Richtungen gingen und ich denke, ich werde auch dieses Buch noch lesen…

  5. Sunny69 sagt:

    Danke Dir sehr für den sehr gelungenen Eindruck in ihre Biografie. Ich werde es mir auf jeden Fall auch zulegen, auch wenn ich mich jetzt noch mehr vor den Gefühlen fürchte, die ich beim Lesen haben werde. Sei’s wie’s sei, es gibt Dinge die man lesen sollte, auch wenn’s unangenehm ist.

  6. Chaosweib sagt:

    @Heike, ich finde, man sollte es gelesen haben.

    @Manu, wirst Du lesen?

    @Nine, ja das hier ist nur ein kleiner Einblick. Ich hatte das Bedürfnis noch viel mehr zu schreiben, aber irgendwo muss ma ja mal Schluss machen.

    @Caro, @Aleksandrah und @Sunny, lest es, es lonht sich und es werden alle Fragen beantwortet.

  7. Cynne sagt:

    Danke für deinen tollen Beitrag. Ich habe wirklich schlucken müssen – wenn man sich das einmal vorstellt… Kann man sich das vorstellen?!
    Ich habe eine 7 Jährige Tochter und wenn ich mir vorstelle…
    Ich werde dieses Buch auf jeden Fall lesen!
     
    LG

  8. Manu sagt:

    @chaosweib

    Ich weiß es ehrlich gesagt noch nicht, weil ich denke, dass mich das Buch ziemlich mitnehmen und beschäftigen wird.

  9. Tina sagt:

    Hm. Ich war zugegeben heute Nachmittag sprachlos, als ich deinen ausführlichen Beitrag zum Buch durch hatte. Danke dafür.
    Ich bin unsicher, ob ich das Werk von Natascha Kampusch lesen möchte. Es ist eine schockierende Geschichte, die in Auszügen bereits Abscheu (gegen die Tat) auslöst. Mal sehen, ob das Buch auf irgendeinem seinen Weg zu mir finden wird. Kaufen werde ich es mir definitiv nicht, weil ich eigentlich lieber eine andere Lektüre lese.

    • Chaosweib sagt:

      Ich lese normalerweise auch Anderes, aber dieses Buch wollte ich unbedingt haben. Sowas hat es noch nie gegeben. Noch nie hat jemand über 8 Jahre hinweig so eine Entführung und Sklavenhaltung überlebt. Wenn sie an dem Tag nicht den Mut und den kurzen Augenblick der Unachtsamkeit des Täters gehabt hätte, wäre sie heute noch dort gefangen.

      Wenn Du das Buch nicht lesen willst, dann schau Dir wenigstens mal die 45 minütige Doku an. Ist auf Youtube in 3 Teilen à 15 Minuten abgelegt. Dort ist auch das Verlies zu sehen und das Haus von innen.

      Ich finde es schlimm, dass sie bis heute nicht wirklich “frei” ist und ich hoffe sehr, dass durch das Buch vielleicht einige ihre Meinung über sie ändern.

       

  10. Susi sagt:

    Ich finde deinen Bericht sehr gut, aber auch schockierend. Lesen werde ich es wohl nicht, da mich das zu sehr mitnehmen würde bzw. könnte ich die Brutalität und Misshandlungen kaum ertragen. :weep:
    Ich muss meine Meinung auch nicht ändern, denn ich habe nichts gegen Natscha und bin froh, dass sie es geschafft hat zu entkommen. ;-)

  11. Senior sagt:

    Nach Einschätzung der Ermittler wäre das Verlies nicht zu entdecken gewesen. Ich glaube doch. Steigt man die Treppe hinunter und räumt den Kasten weg steht man vor dem Tresor. Dahinter? Erdreich! Da ragt aber diese Gewindestange aus der Mauer, man kann sie drehen, geschmiert ist sie auch. Da sind auch zwei Seile oder Kabel die in der Mauer verschwinden. Wozu das? Dreht man die Stange löst sich innen etwas (die Türe). Also ist da drin etwas. Oeffnen!

    Senior

  12. Joena sagt:

    Ich finde es sehr heftig, was Natascha erleben  musste.
    Die Schläge, die Tritte usw. also mal ehrlich, da musste sie wirklich etwas aushalten. Ich lese jede Geschichte von Ihr, oder jedenfalls die wo ich noch nicht kenne. Diese hier war die ausführlichste.       Immer wenn ich etwas von Ihr lese, werde ich raurig  :weep:

  13. Moritz sagt:

    Ich habe das Buch jetzt schon drei mal durch gelesen-kann es einfach nicht begreifen habe aber sehr großen respekt vor Frau Kampusch das sie 8 jahre und 4 monate diesen horror überleben konnte.

  14. Isabella sagt:

    Echt Interessant mit der Natascha Kampusch….ich tue och schon überlegen ob ich mir das Buch kaufe oder schenken lasse. Mal schauen ob ich dan auch die Zeit habe zu lesen.

    • Chaosweib sagt:

      Hallo Isabella,
      schön, dass auch Du dem Weg zu mir gefunden hast. Enrico kenne ich ja schon ;)

      Ich denke, wenn Dich die Geschichte wirklich interessiert, wirst Du das Buch auch lesen. Mir fiel es schwer, es wieder aus der Hand zu legen.

  15. Elena sagt:

    Ich würde auch gerne das Buch lesen.Ich lebe in der Ukraine.Wer kann mir dieses Buch schicken?Wer kann mir so ein gafahlen tun?Im voraus dankbar

  16. Daniela sagt:

    Das was Natascha Kampusch in ihrem Leben jahrelang wirklich durchmachen musste kann man keinesfalls mehr mit Worten beschreiben. Es ist einfach die reinste Hölle. Ich bewundere sie dafür das sie trotz allem Terror so mutig war und die Gelegenheit zur Flucht genutzt hat. Wenn sie es nicht getan hätte wäre sie ganz sicher entweder bereits tot oder immer noch in diesem Kerker. Dieser Psychopat hätte Natascha doch auf keinen Fall jemals wieder frei gelassen. Das Buch von Natascha Kampusch habe ich bisher noch nicht lesen können. Ich bin mir aber ganz sicher das ich in dieser Situation keinesfalls so stark gewesen wäre das ich es ertragen hätte.

  17. Kim sagt:

    Ich habe schon die ganze Zeit mit dem Gedanken gespielt, dieses Buch zu lesen…
    Dank diesen eindrucksvollen Berichts, werde ich es mir bestellen… Vielen dank

  18. Celine sagt:

    Ich habe das Buch zwar noch nicht gelesen, habe es mir aber jetzt bestellt. Aber auch ohne es bisher gelesen zu haben, ist es mir unbegreiflich, wie es Leute geben kann, die auch nur einen allerleisesten Zweifel äussern bzw. haben. Wobei dies aber eine normale Reaktion der Gesellschaft ist, die sich eigentlich bei allem tagtäglichen widerspiegelt. Das sind Intoleranz, Neid, Vergleiche mit anderen und nur eine von zwei “Wahrheiten” für möglich halten… u.ä. Auch ‘Spekulieren über das Privatleben ihrer Mitmenschen’ , viele tun den ganzen Tag nichts lieber als das… so entstehen viele, viele Fehlinterpretationen. Das sind sowas von stupide Leute und genau diese machen einen wütend ohne ende !!!!

  19. Pingback: Natascha Kampusch: „3096 Tage“ : : Always sunny

  20. Easy sagt:

    Das ist so traurig und übel zu verdauen… Ich wünsche dieser jungen Frau alles gute für die Zukunft und hoffe das die Menschen eines Tages aufhören anderen das Leben zur Hölle zu machen. Aber wir scheinen definitiv mehr von Chimpansen geerbt zu haben als von den friedlichen Orang-Utans, schade :-/

  21. survivor sagt:

    Daumen hoch für die junge Dame. Ich hoffe inständig für sie, dass sie trotz dieser andauernden Gewaltorgie nicht nur mit ihren Traumata umgehen sondern auch ein unbeschwertes Sexualleben führen kann. Andere Opfer sind nämlich für immer zerstört worden.

  22. Melli sagt:

    Wow, tolle Rezension!

    Damals hab ich natürlich die Berichterstattung verfolgt und als dann das Buch rauskam, mir auch immer wieder mal überlegt, ob ich es lesen soll. Es gibt ja tatsächlich die verschiedensten Meinungen darüber.

    Ich denke nun doch, ich werd’s im kommenden Jahr mal lesen.

    Danke für eine sehr gute Rezension

  23. lisa sagt:

    hut ab vor diesem bericht!!!
    Wirklich gut geschrieben und gibt einen guten einblick in das buch, das ich auch schon gelesen habe. Mich beschäftigt es auch sehr und ich finde es unbegreiflich, wie ein mensch in der lage ist, so etwas zu tun. Genauso unbegreiflich (aber positiv gesehen) ist, wie Natascha ganze ACHTEINHALBJAHRE (zumindest fast) die Kraft hatte, dieses Leid zu überstehen. Ich hätte das niemals geschafft. ich wünsche Natascha wirklich von ganzem herzen, dass sie eines Tages Tages wieder ein normales Leben führen kann.

  24. MrsJennyenny sagt:

    Hallo Jutta!

    Dieses Buch will ich schon lange lesen und bin wirklich am überlegen ob es sich lohnt das zu kaufen. Tolle Rezension! Vielleicht sollte ich es mir zu Weihnachten wünschen. :)

    Gruß Jenny

  25. Bella sagt:

    Kann Natascha verstehen, verstehe das sie dieses Buch geschrieben hat und auch das sie getrauert hat nachdem ihr Peiniger sich vor den Zug geworfen hat…. wenn man mit Sinn und Verstand liest kann man es sehr gut nach vollziehen…. nimmt allerdings auch sehr mit…..!
    Die Eltern können stolz sein so ein starkes Mädchen zu haben!
    Ich habe Respekt vor Natascha das sie dies überlebt hat!
    Tolles Buch schlimme Geschichte!

  26. Sandy sagt:

    Puh, ne, ist mir zu gruselig und traurig. Arme Natascha!!

  27. nickel sagt:

    Danke!
    Jetzt weiß ich endlich, warum sie dieses Buch geschrieben hat. Das war für mich so unverständlich, alles nochmal durchzuleben während des Schreibens. Dass sie damit nur Kohle machen wollte, habe ich bezweifelt, aber eben deswegen fehlte mir auch ein nachvollziehbarer Grund.
    Jetzt hab ich ihn.

    Ich fand es auch damals schon so unglablich, dass sie so angefeindet wurde. Was für schlechte, fiese Menschen es doch gibt.

Teile anderen Lesern mit, was du denkst

Verzichte auf Werbe- und Signaturlinks, unflätige Sprache und Beleidigungen. Ich behalte mir vor Kommentare mit Links, die nicht zu Blogs führen und/oder Keywords als Namen verwenden zu editieren oder zu löschen! ↑↑ wieder nach oben ↑↑

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>