Wellness #1: Dinkula – flüssiges Brot

Dinkula SortenWie Ende Februar bereits angekündigt, startet heute meine kleine Wellness-Serie. Ich möchte in den nächsten Monaten ein paar Produkte aus dem Bereich „Wellness und Gesundheit“ auf ihre Verträglichkeit und Wirkung testen. Einige Hersteller haben mir hierzu schon ein paar ihrer Produkte zur Verfügung gestellt und ich hoffe, es werden im Laufe der Zeit noch mehr. Mit diesem Beitrag über „flüssiges Brot“ geht es also los.

Als Morbus Crohn Patient ist einem zum Beispiel der Dinkel nicht unbekannt. Hildegard von Bingen wies bereit im 11. Jahrhundert auf die positive Wirkung des Dinkel hin und nannte ihn die Basis für eine gesunde Ernährung. Ganz weit vorne war damals die Dinkelbrühe*. Diese wird sogar als eine Art „innere Salbe“ bezeichnet. Ich bin dann in den letzten Wochen, auf der Suche nach „gesunden“ Drinks, unter anderem auch auf einen Trunk auf Dinkelbasis gestoßen, den ich dir heute hier vorstellen möchte.

Dinkula

Dinkula ist ein Milchsäuregärgetränk aus Bio-Dinkelvollkornbrot, angereichert mit frischem Bergquellwasser. Natürliche Rohstoffe werden durch mehrwöchige Fermentation rein biologisch hergestellt. Betitelt als Bio-Lifestylegetränk soll es dem Körper wichtige Vitalstoffe verfügbar machen. Die darin enthaltenen Vitamine, Enzyme, Mineralstoffe, Spurenelemente und Aminosäuren können dem Körper eine wertvolle Hilfe bei der Stärkung der Abwehrkräfte und des Immunsystems sein.

Dinkula im Test

Soweit also die Theorie. Ich wollte diesen Brottrunk sehr gerne probieren und habe beim Hersteller um ein Testpaket gebeten. Nur wenige Tage später trafen folgende Flaschen bei mir ein. Herzlichen Dank nochmal von hier aus an Die Bäcker-Brüder nach Bischofswiesen.

Dinkula SortimentIn den 70er und 80er Jahren waren bereits Apfelessig und Brottrunk angesagte Abnehmmittelchen bei Frauen. Sie waren, im Gegensatz zu den meisten anderen Diätprodukten, rein biologisch und gesund. Vorausgesetzt man übertrieb es nicht.

Ich gestehe, dass ich Brottrunk damals echt widerlich fand. Er war unansehnlich trübe, als hätte man Brotscheiben wochenlang in Wasser eingeweicht. Er roch nicht gut und schmeckte noch schlimmer. Und nun wollte ich den nach all den Jahren wieder, und auch noch freiwillig, probieren? Bei den Flaschen, die oben auf dem Bild zu sehen sind, handelt es sich um 3 verschiedene Geschmacksrichtungen. 2x gab es Dinkula Original, also purer Brottrunk und je 1x Dinkula + Sanddorn und Birne und 1x Dinkula + Holunder und Apfel.

Noch den Gedanken an damals im Kopf entschied ich mich erst einmal für einen „Trunk mit Geschmack“. Ich legte mir übrigens einen Tag zuvor die Flaschen in den Kühlschrank. Ich mag es gerne kalt und einige Drinks sind dann auch nicht mehr so intensiv wie im zimmerwarmen Zustand. Ich nahm dann Holunder und Apfel und probierte den vorsichtig.

Dinkula Holunder und Apfel

Zutaten: Belebtes Bergquellwasser (Elisa-Wassersystem), Bio-Dinkelvollkornbrot (angekeimter Dinkel, Roggensauerteig, Steinsalz), Bio-Holunder-Muttersaft, Bio-Apfel-Direktsaft und Bio-Holunderblütensirup

Dieser ist ganz dunkelrot und erinnert vom Aussehen her erstmal an Saft. Auch der Geruch verrät ausschließlich Beeren. Es riecht nur nach Holundersaft. In der Hoffnung, dass es dann auch so schmeckt, hab ich mutig probiert. Hurra, es schmeckt wirklich nach Beerensaft, ein Tick säuerlicher als normaler Saft, aber echt beerig und sehr, sehr lecker! Der Apfel geht meiner Meinung nach etwas unter, aber ich glaube dennoch, dass er den Geschmack des Holunder sanft unterstützt. Hier gehen eindeutig beide Daumen hoch! Wirklich lecker…

Ich hab dann mal geschaut ob eine Empfehlung draufsteht wieviel und wie oft man davon trinken soll/darf.  Ein Glas mit 200 ml pro Tag, stand da. Ich hab sofort das Impressum des Herstellers aufgeschlagen und da angerufen. Ich hab dort allen Ernstes gefragt warum man nur ein Glas am Tag trinken darf, als am anderen Ende des Telefons jemand laut zu lachen begann.

Es hätte doch sein können, da Dinkula den Darm anregt, dass es in größeren Mengen abführend wirkt? Das wollte ich halt wissen und darum rief ich an. Als man mir aber, immer noch lachend, versicherte, ich könne so viel trinken, wie ich möchte, war die Flasche in einer Stunde leer. Echt jetzt, die war saulecker. Hätte ich ja selbst nicht gedacht. Hat auch nur 22 kcal/100 ml, also kein Ding, dass ich die ganze Flasche (500 ml) getrunken habe.

Dinkula Sanddorn Birne

Zutaten: Belebtes Bergquellwasser (Elisa-Wassersystem), Bio-Dinkelvollkornbrot (angekeimter Dinkel, Roggensauerteig, Steinsalz), Bio-Sanddorn-Muttersaft und Bio-Birnen-Direktsaft. Gereift im mehrwöchigen Fermentationsprozess.

Traurig nach der leeren Holunder-Apfel Flasche schielend nahm ich am nächsten Tag voller Elan die nächste Flasche aus dem Kühlschrank. Dinkula Sanddorn und Birne (23 kcal/100ml). Hört sich doch auch gut an, oder? Der sieht im Glas allerdings wieder so gelblich trüb aus, aber ich war mutig und hab auch den probiert. Ein bisschen kann man den Sanddorn und die Birne riechen, ganz zart kommt sie aus dem „Milchsäure-Vollkorn-Geruch“ raus.

Diesmal schmeckt es ein bisschen säuerlicher als beim Holunder-Apfel, aber ich bezeichne sie als „kurze“ Säure. Das heißt, sie ist gleich wieder weg und nur an den Seiten der Zunge zu spüren. Schmeckt auch wirklich sehr gut, aber die Säure hat mich veranlasst es mal in kaltem Sprudel zu probieren, es also etwas zu verdünnen. 1 Teil Dinkula, 2 Teile Sprudel und Eiswürfel machen aus diesem Drink den Knaller schlechthin. Sehr erfrischend und durstlöschend. Kann ich mir sehr gut an heißen Sommertagen vorstellen, anstatt der berühmten, selbstgemachten Zitronenlimonade. Ich bin begeistert und ich fühle mich auch gut.

Ich trinke ja nun schon seit Wochen diverse Wellness Drinks und auch wenn wenig Schlaf noch immer müde macht, so fühle ich mich doch nicht mehr so abgeschlagen wie sonst. Irgendwie bin ich fitter und das schreibe ich jetzt nicht nur so dahin. 😉

Dinkula Original

Zutaten: Belebtes Bergquellwasser (Elisa-Wassersystem), Bio-Dinkelvollkornbrot (angekeimter Dinkel, Roggensauerteig, Steinsalz). Gereift im mehrwöchigen Fermentationsprozess.

Nun hatte ich auch keine „Angst“ mehr vor dem Dinkula Original, so schlimm konnte das nicht sein, nach den beiden anderen. Auf dem Bild sieht es durch die Lichtverhältnisse und den Blitz etwas dunkel aus, aber es ist recht hell und auch kaum trübe. Sieht aus wie eine heiße Zitrone, die man sich bei Erkältung macht. Mit sage und schreibe nur 2,5 kcal/100ml ist dieser einfach unschlagbar, was das angeht.

Jetzt habe ich seit gestern ein bisschen Schnupfen und schmecke wirklich keine kulinarischen Nuancen aus einer Haute Cuisine raus, aber dieser Brottrunk hat mich an dieser Stelle vollends überzeugt. Das Dinkula Original schmeckt um Längen besser, als ich den ollen Brottrunk in Erinnerung hatte. Wenngleich ich gestehe, dass mir die Alternativen mit Geschmack besser schmecken. Aber was hindert einen daran den in Apfel- oder Traubensaft zu schütten? Niemand und das schmeckt echt lecker.

Fazit

Ich hab gleich mal im Händlerverzeichnis nachgesehen wo ich den hier bei uns kaufen kann und ich wurde zum Glück bei Globus fündig. Für mich steht fest, dass ich den wieder trinken werde, bevorzugt den Holunder-Apfel, aber gerade auch im Sommer ist der Sanddorn-Birne mit Sprudel auf Eis nicht zu verachten.

Ich bin von mir selbst überrascht, aber es schmeckt wirklich gut. 500 ml kosten übrigens je nach Sorte nur 1,89 bzw. 1,99 Euro und gesund ist es auch noch. Mehr kannst du doch nicht verlangen, oder? Es gibt noch die Sorte Aloe Vera, die ich ja auch gerne noch probiert hätte und diese ist mit 2,49 Euro die „teuerste“. Aber auch das ist verdammt günstig  gegenüber dem, was in meinen nächsten Wellness-Berichten noch kommen wird.

Zudem ist Dinkula recht vielseitig. So sollte man zum Beispiel (ein Tipp vom Chef) den Holunder-Apfel mal warm probieren. Entweder mit heißem Wasser verdünnt oder pur in die Mikrowelle gestellt, hat man an kalten Tagen eine warme Abwechslung.  Weiterhin kann man zum Beispiel das Original mit Säften jeder Art kombinieren. Mit ein paar Handgriffen, Zimt, Nelke, Sternsanis und Honig zaubert man sich schnell einen alkoholfreien Punsch, den man auch den Kindern beruhigt anbieten kann. Auch in Tee kann es zu einem unverwechselbaren Geschmackserlebnis kommen. Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Es gibt auf der Website auch ein paar Rezepte, sowohl für die warme, als auch für die kalte Jahreszeit. Alkoholfreie Cocktails sozusagen, die ihren alkoholischen Kollegen in nichts nachstehen dürften. Probiere es aus, ich könnte mir vorstellen, dass es auch dir schmecken wird.

*****

*Dinkelbrühe

Für die Morbus Crohn Geplagten unter uns, vielleicht noch schnell das Rezept der Original Hildegard von Bingen Dinkelbrühe. Man nehme:

1 Tasse Dinkel, Sellerie, Karotten, Fenchelknolle, Zwiebel (oder einfach ein Bund Suppengemüse). Je 1 Prise Quendel, Galgant und Bertram, ein Scheibchen frischen Ingwer, Salz, Petersilie, Butterschmalz oder Olivenöl zum Braten.

Das Fett erhitzen, das kleingeschnittene Gemüse kurz darin andünsten,
Ingwer, Salz, gehackte Petersilie und den Dinkel hineingeben, mit heißem Wasser aufgießen und gut 1 Std. köcheln lassen. Man ißt die Brühe entweder so wie sie ist, mit der Einlage oder kann diese auch absieben und nur die Brühe selbst trinken. Wenn man zum Beispiel fasten möchte. In diesem Sinne, guten Appetit.

Erkenntnis des Tages: Dinkel ist sehr gesund und Brottrunk kann echt lecker sein.


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Über Chaosweib

Jutta - Nachtmensch, Bücherwurm, Spielkind, Teeliebhaberin - chaotisch, frech, neugierig, ungeduldig, experimentierfreudig - bloggt über alles, was ihr unter die Finger kommt und freut sich genau jetzt über deinen Kommentar :)
Gepostet unter: gesund, getestet
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5 Antworten auf Wellness #1: Dinkula – flüssiges Brot

  1. sabo sagt:

    Das sieht so furchtbar gesund aus. Und bei den Worten Apfelessig und Brottrunk hat es mich jetzt zugegebenerweise wirklich geschüttelt.

  2. Franzi sagt:

    Hmm, einerseits schreckt es mich auch sehr ab, auf der anderen Seite ist aber die Neugier…oh je…

    Beim nächsten Einkauf bei Globus wage ich es einfach und werde mutig probieren. Augen zu und durch 😉

  3. Henschel sagt:

    wo bekomme ich dieses getränk ? ( Dinkula )
    S. Henschel

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