Thunfisch Spezialitäten aus Liverpool

Thunfisch Toast Thunfisch steht bei uns schon seit Jahren auf der Blacklist. Der Grund sind hauptsächlich die Fangmethoden, zu viel Beifang und allem voran die Delfine, die dabei sterben. Thunfisch selbst ist aber eigentlich lecker und da ich Ende Februar durch Ökotest auf eine Firma aufmerksam wurde, die sich unter anderem für die Sicherung der Thunfischbestände und die Reduktion von Beifang einsetzt, gab ich der Firma eine Chance und habe seit Jahren mal wieder Thunfisch probiert.

John West, der Thunfisch Spezialist

Die Firma von der die Rede ist heißt John West und sitzt in Liverpool. John West befasst sich seit über 150 Jahren ausschließlich mit Fisch und Fischkonserven. Sie sind Marktführer in England, Frankreich und den Niederlanden und seit 2010 gibt es ihre Produkte auch in Deutschland. Alle Produkte werden in eigenen Fabriken selbst produziert und der Thunfisch von eigenen Flotten gefangen. Dadurch sind sie in der Lage auf jedes Produkt die genaue Thunfischart zu schreiben.

John West ist auch Gründungsmitglied der ISSF (International Seafood Sustainability Foundation) und somit einer der Vorreiter in Sachen nachhaltigem Fischfang.

seafood_sustainabilityIch bekam auf meine Anfrage ein paar der leckeren Produkte zur Verfügung gestellt und ich habe die letzten Wochen von allem fleißig probiert. Mein Dank für das tolle Paket geht nach Ludwigsburg an den Junior Sales Manager Germany 😉
Ich habe auch noch ein paar Produkte weitergegeben um noch andere Stimmen dazu zu hören. Doch nun zu meinem Test und einem Rezept mit Suchtpotential.

Thunfisch Sortiment

John West Thunfisch im Test

Oben auf dem Bild kann man den Inhalt des Paketes sehen. Von „Thunfischstückchen in Dosen“ über „Thunfischsalat To Go“ und „Thunfisch in Dressing“ bis hin zu „geräuchertem Thunfisch“ ist alles dabei. Ich habe dann zuerst eine Art Thunfischsalat probiert.

Thunfisch light lunch

Thunfisch light lunch

Das Produkt nennt sich Thunfisch light lunch und gibt es in zwei Geschmacksrichtungen, Tomato Salsa und French Style. Ich hab leider zweimal das gleiche bekommen und kann so nur sagen wie „Tomato Salsa“ schmeckt.

Zutaten: Skipjack Thunfisch (18%, Katsuwanus Pelamis, Fanggebiet: Altlantischer Ozean) Grüne Paprika (15%), Tomatenmark (15%), Wasser, Gekochter Reis (11%), Rote Paprika (7%),  Mais (5%), Rote Kidneybohnen (5%), Zwiebeln, Weinessig, Zucker, Salz, Raspöl, Knoblauch, Gewürze, Verdickungsmittel Xanthan Gum,  Guarkernmehl. Inhalt 250 g/195 kcal.

Der Packung liegt eine Gabel bei, die mich schon etwas fasziniert hat. Sie ist zusammengeklappt um wenig Platz einzunehmen und wenn man sie aufklappt, hat sie ein Scharnier zum stabilisieren. Schau her…

Thunfisch GabelDadurch wird der Thunfisch light lunch zu einem Thunfischsalat To Go, einfach mit der Gabel aus der Packung essen. Und genau so habe ich es auch gemacht.

Thunfisch light luch geöffnetDer Behälter ist voll, also schon mal keine Mogelpackung. Der Thunfischanteil ist auch in Ordnung.

Thunfischsalat zoomReis und Gemüse ist auch genug drin und es riecht schon sehr angenehm.

Thunfisch lunch zoomDie Geschmacksprobe wurde schnell zur Fressorgie, da es verdammt lecker war. Es schmeckt tomatig, frisch und gemüsig. Die Gewürze sind mild abgestimmt und nichts schmeckt vor. Thunfisch schmeckt ja nicht wirklich sehr fischig, sondern eher wie Fleisch und dadurch einfach nur lecker. Der Becher war so schnell leer, dass ich gar nicht mehr viel dazu sagen muss.

light lunch aufgegessenIch kann dir diesen kalorienarmen, leckeren Snack wirklich empfehlen, vorallem gut gekühlt an warmen Sommertagen. Das kann ich mir sehr gut vorstellen.

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Thunfisch Einmal Anders

Das sind Tüten wie man sie von Maggi und Knorr kennt. Da drin ist „gehäckselter Thunfisch“ mit Dressing mariniert. Auch davon gibt es zwei Sorten, einmal mit „Französischem Dressing“ und einmal mit „sonnengetrockneten Tomaten und Kräuterdressing“.

Thunfisch mit DresingThunfisch mit KräuterdressingDa ich die Packung mit dem französischen Dressing schon vor einer Weile probiert habe und die zweite Tüte weitergab, kann ich dir nur noch die Zutaten der auf dem unteren Bild aufschreiben.

Zutaten: Skipjack Thunfisch (76%, Katsuwanus Pelamis, Fanggebiet: West-Pazifik Ozean) Pflanzenöl, Getrocknete Tomaten (3%), Zucker, Kräuter, Knoblauch, Frühlingszwiebeln, Modifizierte Stärke, Zwiebeln, Salz, Senf Verdickungsmittel Xanthan Gum,  Gewürze. Inhalt 85 g/120 kcal.

Ich habe mich mal an den Serviervorschlag gehalten und es auf Brot gegessen. Man öffnet die Tüte und schabt den Inhalt entweder mit dem Messer oder einem Löffel raus. Das fand ich jetzt ein bisschen ungewöhnlich und umständlich, aber so lässt es sich wohl besser verpacken und verkaufen. Ist Gewöhnungssache, denke ich.

Thunfisch einmal andersAuf dem Bild ist die Variante mit dem französischen Dressing zu sehen und es hat auch genau nach diesem geschmeckt. Ich fand das wieder so lecker, dass ich die Tüte bis auf die Beschichtung leer gekratzt habe. Man muss sich das feucht-würzig und beim Kauen ein bisschen trocken vorstellen. Ist schwer zu beschreiben, aber echt lecker.

Der „Thunfisch Einmal Andres“ mit den sonnengetrockneten Tomaten und dem Kräuterdressing wird demnächst auf Spaghetti gegessen, das wird sicher auch ein Highlight.

Davon hatte ich vier Tüten und habe zwei weitergegeben. Natürlich kamen auch hier nur positive Rückmeldungen und man betonte, dass nur natürliche Zutaten drin sind, also keine Geschmacksverstärker.

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Thunfischstücke in der Dose

Thunfisch in der Dose

Die Dosen „in Olivenöl“ und „in  Sonnenblumenöl“ habe ich wieder weitergegeben, die „in Wasser“ habe ich mir am Samstag vorgenommen.

Zutaten: Skipjack Thunfisch (Fanggebiet: Atlantischer Ozean), Wasser, Salz. Inhalt 185 g (Abtropfgewicht 130 g) 105 kcal/100 g

Ich habe daraus eine Thunfischcreme gemacht und das ganze Wochenende fast nichts anderes gegessen. Rezept gefällig? Hier kommt es…

Thunfischcreme

Zutaten:
2 Dosen (260-300 g) Thunfisch in Wasser, oder im eigenen Saft* (Abtropfgewicht)
260-300 g Mascarpone
4-6 dicke Knoblauchzehen, gepresst
1 Eßlöffel Zitronensaft
Salz und Pfeffer

Petersilie (erst nach dem Pürieren dazugeben, sonst wird die Creme vielleicht grün)

Den abgetropften Thunfisch in eine Schüssel geben,

thunfischstuecke

die Mascarpone dazu,

Thunfisch und Mascarpone

Die Knoblauchzehen, Salz, Pfeffer und den Zitronensaft dazu und dann alles mit dem Pürierstab pürieren, bis eine schöne Creme entstanden ist. Diese sollte nicht zu dünn sein, damit man sic gut aufs Brot schmieren, oder sie dippen kann. Zum Schluss mit einem Löffel die Petersilie unterrühren.

Thunfischdip

Ich hatte frisches Ciabatta da, es schmeckt aber auch auf normalem Flûte (Baguette). Ich lege mir immer ein Stück frische Tomate (ungewürzt) obendrauf, das gibt dem Ganzen so einen „Frischekick“.

ThunfischcremeProbiere es aus, es ist ein Gedicht.

*Ganz wichtig, dass ihr Thunfisch in Wasser oder im eigenen Saft nehmt. Wir hatten an Silvester welchen in Öl und das war viel zu dünn. Das Öl tropft nicht komplett ab und macht die Creme dann zu dünn.

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Geräucherte Thunfischfilets

geräucherte Thunfischfilets

Zutaten: Tongol-Thunfisch (Fanggebiet steht diesmal nicht drauf), Olivenöl, Salz

Thunfisch geräuchert

Den habe ich noch nicht probiert, da hatte ich noch keine Gelegenheit. Hole ich aber bald nach, versprochen.

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Fazit

Die Produkte von John West sind alle mega lecker und ohne Zusätze wie Geschmacksversärker und Farbstoffe. Der Thunfisch wird direkt nach dem Fang noch auf hoher See tiefgefroren und gleich nach Ankunft im Hafen als Dosenkonserve verarbeitet. So bleibt die frische Qualität erhalten.

Der Thunfisch in der Dose ist übrigens gut geeignet um die Figur zu halten, da der Fettanteil beim Konservieren auf einen Bruchteil reduziert wird. Was ich hier testen durfte kann man gut zwischendurch essen. Als Zwischenmahlzeit, Vorspeise oder auch „verfeinert“ als kleine Hauptmahlzeit sind die Produkte alle super geeignet. Der Thunfisch light lunch ist sicher geeignet fürs Büro oder die Schule, ein modernes „To Go Produkt“ also.

Die Tester der Produkte, die ich weitergegeben habe, kamen alle zu dem Schluss, dass der Thunfisch, egal wie er zubereitet wurde, richtig lecker schmeckt.

Daran habe ich aber auch nicht gezweifelt, mir hat es ja auch geschmeckt. Ich habe mich gefreut nach so langer Zeit mal wieder Thunfisch essen zu können, bei dem ich zumindest teilweise sicher sein kann, dass er „anständig gefischt“ wurde.

Ich bin ja immer noch der naiven Meinung, wenn wir alle den Konsum reduzieren würden, wäre die Nachfrage nicht so groß und man müsste nicht auf Teufel komm raus alles fangen, was im Wasser zappelt. Dadurch wäre der Fischbestand auch nicht gefährdet, die Delfine bräuchten auch weniger Angst zu haben und wir müssten nicht gänzlich auf diese Köstlichkeit verzichten. Ist aber nur meine Meinung, wirklich Ahnung davon zu haben möchte ich mir nicht anmaßen.

Ach so, wenn du das alles jetzt auch mal probieren willst, ich glaube da wirst du bei Rewe fündig.

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Über Chaosweib

Jutta - Nachtmensch, Bücherwurm, Spielkind, Teeliebhaberin - chaotisch, frech, neugierig, ungeduldig, experimentierfreudig - bloggt über alles, was ihr unter die Finger kommt und freut sich genau jetzt über deinen Kommentar :)
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3 Antworten auf Thunfisch Spezialitäten aus Liverpool

  1. sabo sagt:

    Das klingt verdammt lecker. Ich hab die Firma noch nie entdeckt. Wobei ich auch nicht bewußt danach gesucht hab – aber das Logo wär mir aufgefallen. Hm.

  2. Pingback: Story-Pics #25 | Chaosweibs Chaos-Blog

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