Zensus 2011 – Es geht los!

Es geht los! Wie es aussieht gehören wir zu den 10% der Bevölkerung, die stichprobenartig befragt werden. Heute Mittag lag ein Brief im Briefkasten. Ohne Briefmarke und handschriftlich an meine Mom und mich adressiert. Darin war ein allgemeines Standard-Anschreiben, ein Infoblatt und eine Karte.

Einen kleinen Einblick in diesen Befragungswahnsinn hatte ich ja in meinem Bericht „Zensus 2011 – Wird das Volk wirklich „nur“ gezählt? schon gegeben. Nun werden wir also tatsächlich befragt.

Frau/Herr XY wird Ihren Haushalt am Mittwoch den 11.05.2011 gegen 16:30 Uhr aufsuchen und die Befragung durchführen. Das Zensusinterview dauert circa 10 bis 30 Minuten. Die Dauer ist dabei von der Anzahl der Personen, die in Ihrem Haushalt leben, abhängig. Sollte Ihnen der angegebene Termin nicht zusagen, vereinbaren Sie bitte unter o.a. Telefonnummer einen neuen Termin.

Da aufschieben ja nichts bringt, lass ich das mal am Mittwoch auf mich zukommen. Man ist ja leider verpflichtet, die Fragen zu beantworten.

Im Infoblatt steht, dass das Alter, Geschlecht, Familienstand, Staatsangehörigkeit, Migrationshintergrund, Zugehörigkeit zur Religionsgemeinschaft, Hauptwohnsitz, Schulbesuch, Bildungs- und Ausbildungsabschluss, sowie die Berufstätigkeit abgefragt werden. Fragen zum Einkommen werden nicht gestellt.

Die Interviews fänden nach Fragebogen mündlich vor Ort statt, aber alternativ könnten die Antworten auch postalisch oder via Internet übermittelt werden.

Das werde ich auf jeden Fall versuchen durchzusetzen, dann muss ich wenigstens keinem Fremden, der ja nicht zu einer Behörde gehört, alles erzählen.

Ich werde am Mittwoch oder Donnerstag berichten wie es war.

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Über Chaosweib

Jutta - Nachtmensch, Bücherwurm, Spielkind, Teeliebhaberin - chaotisch, frech, neugierig, ungeduldig, experimentierfreudig - bloggt über alles, was ihr unter die Finger kommt und freut sich genau jetzt über deinen Kommentar :)
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17 Antworten auf Zensus 2011 – Es geht los!

  1. Gina-Lisa sagt:

    Da bin ich ja schon sehr gespannt auf deinen Bericht, im Freundeskreis hat „leider“ keiner den Brief bekommen, daher kann keiner berichten 😉

  2. Schäfchen sagt:

    Der Mister ist auch (freiwilliger) Erhebungsbeauftragter. Die mussten alle vorher eine Schulung machen und unterliegen der Schweigepflicht. Die Daten werden ausschließlich zu statistischen Zwecken verwendet. Nichts davon wird an andere Stellen weitergeleitet, selbst wenn es eigentlich meldepflichtig wäre (wie z.B. Schwarzarbeit, nicht gemeldete Personen etc.)

    Wenn du den Bogen mit Hilfe des „Fragers“ ausfüllst, bekommt er etwas mehr als Aufwandsentschädigung. Und kannst direkt nachfragen, wenn dir was nicht ganz klar ist. Ist alles halb so wild – ich hab mir gestern die Bögen angeguckt. Da steht auch nicht mehr als in den Fragebögen bei Meinungsumfrage-Firmen *schulterzuck*

    • Chaosweib sagt:

      Wir kriegen eine Nummer, womit das Ganze ja schon nicht mehr anonym ist und ich glaube kein Wort davon, dass diese Antworten nicht sonstwo verwurschtet werden.

      In welchen Gebiet ist denn der Mister unterwegs. Zu mir kommt er leider nicht, zu mir kommt ne Frau.

      • Schäfchen sagt:

        Neenee, wir wohnen ja nicht mehr in der alten Heimat. Er ist hier im Kreis Soest unterwegs.
        Und ich vertraue da den Informationen, die der Mister diesbezüglich mit nach Hause bringt. Die Daten werden nur über einen festgelegten Zeitraum gespeichert. Jegliche Weiterleitung an andere Stellen und/oder Behörden ist gesetzeswidrig und somit kriminell. Hab ruhig etwas mehr Vertrauen in unsere Verwaltung 🙂

        Wie stehst du eigentlich zu Google? Nutzt du das? So zum Thema Datenvorratsspeicherung… 😉

      • Chaosweib sagt:

        Ach so, Ihr wohnt ja nicht mehr hier. Schade eigentlich.

        Ja, ich nutze Google, aber anonym und ich bin da auch nur eingeloggt, wenn ich gerade eine Anwendung nutze und auch nur so lange wie ich die nutze. Danach sofort wieder ausloggen. 😉

        Es ist aber auch ein Unterschied, ob Google die Daten nach Schlamerika schickt oder ob hier ein stinknormaler Bürger mir persönliche Fragen stellt und Sachen, die keinen was angehen an die Behörde leitet.

        Was mich am meisten beunrihigt ist die Tatsache, dass der Nachbar befugt ist Fragen über Dich zu beantworten. Ist ja super toll! Wenn der Nachbar von schräg gegenüber, den ich nicht leiden kann, nicht zu Hause ist, werde ich denen sagen: der schläft den ganzen Tag, beherbergt 5 Muslime, ist konvertiert und bastelt abends hobbymässig Bo*mb*en. Klasse! *kpfschüttel*

        • Schäfchen sagt:

          Hä? Das mit dem Nachbarn stimmt nicht. Das wäre ja ein Ding. Einzig und alleine die volljährigen Mitglieder eines Haushaltes dürfen über die anderen Mitbewohner Auskunft bzgl. Name, Geburtsdatum und Geschlecht erteilen. Alle weiteren Fragen müssen von den volljährigen Personen jeweils für sich selbst beantwortet werden. Eltern antworten für ihre minderjährigen Kinder.

          Das mit den Nachbarn geht GAR nicht. Wer hat dir diesen Stuss erzählt? Übrigens – http://www.zensus2011.de – da gibt’s alle Details 🙂

  3. Chaosweib sagt:

    Doch Schäfchen, das mit dem Nachbarn stand dabei. Schau mal hier ganz unten
    http://www.chaosweib.com/2010/11/22/zensus-2011-wird-das-volk-wirklich-nur-gezaehlt/

    • Schäfchen sagt:

      Wo hast du denn diese Info her? Der Mister hat extra nochmal in den Unterlagen nachgesehen, die er vom Amt bekommen hat und da steht das genau so (ok… mit etwas anderem Wortlaut), wie ich’s zuletzt angegeben habe.

      Es droht ein Bußgeld, wenn man sich „verweigert“ aber Nachbarn dürfen keine Auskunft geben!

  4. Dapema sagt:

    Wenn ich Eure Diskussion so verfolge, bin ich ja echt froh das ich (wir) zu den 90% gehöre, welchem das „Theater“ erspart bleibt 😉 Ich würde es wohl auch per Internet machen, wenn ich müsste .. LG Daniel (Dapema)

  5. Melanie sagt:

    Puuuh keinen Brief bekommen^^

    Und ja ich sehe es wie Chaosweib,,. ich glaub unseren Behörden (und auch sonst wem) nix…. die Befragung soll um die 7Mio kosten.. das machen die nich wenn se da nich auch was von haben.. In paar Wochen gibts dann sicher wieder die News“ Aus unachtsamkeit sind gewisse Unterlagen in falsche Hänge gelangt“…

  6. sabo sagt:

    Bis jetzt war nmoch kein Brief im Kasten – ich hoffe, das bleibt auch so!

  7. Sandra sagt:

    Hallo,

    ich habe auch einen Fragebogen bekommen, allerdings den in Orange für Gebäude- und Wohnungszählung.

    Mich persönlich stört das gewaltig, diese Fragen nach dem Haus und wie es aufgebaut ist, wer da wohnt, wie gross etc. Ebenso dieser Zwang es ausfüllen zu müssen, sonst setzt es Strafe! Ich fühle mich so in die Ecke gedrängt. -furchtbar-

    Hinzu kommt noch: Zuerst dachte ich, wow, ein Rückumschlag, das ist aber nett. Beim näheren Betrachten, auch es des Formulars, müsse ich noch dazu 1,45 EUR berappen. Das erspare ich mir und mache den Kram online.

    grüße
    Sandra

  8. pfft sagt:

    moin moin , ihr lieben … hihi ich habe gestern so ein wisch bekommen u. bin stinksauer … werde an 16.05. Besuch bekommen. ich weiss noch nicht ob ich gut oder schlechtgelaunt die tür öffnen werde, auf jedenfall werde ich diesen menschen nicht in meine wohnung lassen u. das ich ausführlich oder fix die fragen beantworte steht auch noch in den sternen. fühle mich nur wenn ich den wisch vor mir lese schon richtig gläsern.
    LG pfft

  9. Budi sagt:

    Also ich habe einen Brief bekommen und am 21.Mai ist der große Tag XD Ich weiß noch nicht was und wie ich „ankreuzen“ werde, wenn ich mir aber die Fragen anschaue die in dieser „Umfrage“ vorkommen komme ich schon sehr ins Grübeln.

    Überall lese ich sowas wie „Die Daten werden ausschließlich zu statistischen Zwecken verwendet…“ so ein Blödsinn, naklar ist das auch so, aber warum ist das dann nicht anonym? Für mich ist das einfach nur eine Frechheit, dass ich gezwungen bin eine Fremde Person in mein Privates Reich lassen zu müssen und nichts dagegen machen kann.

    Wenn ich mir aber auch so anschaue wer in meinem Bekanntenkreis einen Brief bekommen hat, weiß ich auch nicht ob ich jetzt paranoid werde, aber 10% und alle per Zufall ausgewählt ja klar bestimmt!

  10. Gurkenschnuller sagt:

    Hallo zusammen, ich hab das Interview hinter mir und es waren wirklich nur 5 Minuten, da ich allein lebe. Erfragt wurden nur:
    Name (vervollständigen)
    Geburtstag
    wieviel Wohnorte
    Staatsangehörigkeit, auch die der Eltern
    Familienstand
    Schulabschluss
    derzeitiger Beruf + Bereich + PLZ der Arbeitsstelle
    Religion + Weltanschauung

    Soo, was sich die Leute nur immer sonen Kopp machen und Endzeitvisionen
    herauf beschwören. nee nee. habt noch einen schönen Tag + Interview 🙂

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