EHEC Krise – die wichtigsten Hygiene-Tipps

Obst- und GemüsethekeDieses EHEC Thema beherrscht nun seit Wochen die Medien. Anstatt dass die Meldungen besser werden, kommen immer mehr Horrornachrichten dazu. Auf der Suche nach der Ursache kam man sogar schon auf die Idee, dass dieses Virus, laut Bild, vielleicht absichtlich auf uns losgelassen wurde. Es also ein Anschlag sein könnte. Und bis heute wissen die Forscher noch immer nicht hundertprozentig woher es nun kommt.

Neben Tomaten und Salat ist die spanische Salatgurke im Augenblick der Hauptverdächtige im Fall EHEC. Doch egal woher es kommt, es ist verdammt agressiv. Viel agressiver als je zuvor. Infizierte bekommen schlimmen, blutigen Durchfall und ein Teil der Infizierten leiden zudem an Nierenprobleme bis hin zu Nierenversagen. Sogar eine Blutwäsche hilft dann in einigen Fällen nicht mehr. Bis heute sind es in Deutschland 10 Todesfälle und über 1.000 Infizierte. 400 davon alleine in Hamburg.

Auch hier sind wieder Kinder, Kranke und alte Personen am meisten gefährdet. Ihr Immunsystem ist schwächer als andere. Die letzte Tote war 87 Jahre alt und starb in der Nacht zu Sonntag an HUS. (das ist die schwerste Kompliktion, die zusammen mit EHEC auftreten kann) Mit weiteren Todesfällen wird gerechnet.

Solange wir nicht wissen woher diese fiesen Bakterien kommen und wo sie sich niedergelassen haben, gilt höchste Vorsicht. Man kann zum Beispiel vorläufig auf Gemüse verzichten, hier speziell auf Gurken. Sogar McDonalds legt aus Sicherheitsgründen keine Gurkenscheiben mehr auf seine Hamburger. Oder man achtet darauf woher das Gemüse kommt und hält sich an die wichtigsten Hygieneregeln.

Die wichtigsten Hygiene-Tipps

1. Alles gründlich unter fließendem Wasser waschen. Wer Fertigsalate kauft, die bereits gewaschen sind, sollte die unbedingt nochmal waschen. Man weiß nie wie gründlich die gereinigt werden, außerdem sind diese durch die Restfeuchtigkeit anfälliger für Schimmel- und Bakterienbildung.

2. Kühlschrank auswaschen und mit Essig nachreiben. Hier vor allem die Gemüseschublade.

3. Gemüse, Fleisch und Fisch immer getrennt von einander aufbewahren und zubereiten. Für jedes sollte man ein extra Brett benutzen und das nicht nur bei EHEC-Gefahr, sondern generell.

4. Beim Auftauen von Fleisch oder Fisch darauf achten, dass keine Auftauflüssigkeit aufs Gemüse tropft. Die Tauflüssigkeit immer auffangen und wegschütten. Das Fleisch und alles, was damit in Berührung gekommen ist gründlich abwaschen.

5. Beim Kochen zur Zeit lieber auf Rohkost verzichten und alles durchgaren, auch Steaks. Das gilt übrigens auch im Sommer beim Grillen.

6. Keine Holzbretter verwenden. Plastik- oder Glasbrettchen lassen sich besser reinigen. Zum Beispiel von Hand unter fließend heißem Wasser mit Spülmittel oder im Geschirrspüler bei mindestens 60°. Zum Vergleich – auf einem Schneidbrett tummeln sich dreimal so viel Bakterien wie auf einen Toilettenrand!

7. Hat ein Brett schon zu viele tiefe Einschnitte, dann lieber mal ein Neues kaufen. Sicher ist sicher.

8. Zwischen jedem Arbeitsschritt gründlich die Hände waschen. Ringe am besten vorher abnehmen! Zum Abtrocknen zur Zeit am besten Papiertücher benutzen und diese wegwerfen.

9. Wer Handtücher, Lappen und Schwämme benutzt, sollte diese regelmässig wechseln und bei 95° waschen. Übrigens lassen sich auch Spülbürsten bei 95° waschen. Diese dazu einfach in einen Stoffbeutel packen. Wer glaubt, dass hier 40° reichen, weil er Energie sparen möchte, der spart, vor allem in diesen Zeiten, am falschen Platz. Lappen nach einer Weile ruhig auch mal wegwerfen. Auf einem 10 cm² großen Stück von einem Küchenlappen fanden Forscher der Uni Hannover 1 Million Bakterien!

10. Arbeitsfläschen und Spüle regelmässig mit heißem Wasser und Spülmittel abwaschen. Danach unbedingt trocken wischen.

*****

Auch wer viel unterwegs ist, fremde Türklinken, Geld und fremde Leute anfassen muss, der sollte sich dieser Tage öfter und gründlicher die Hände waschen als sonst.

Leidet ein Familienmitglied bereits an Durchfall und/oder Erbrechen, dann gilt auch hier besondere Hygiene walten zu lassen. Nach jeder Benutzung sollte Toilette und Waschbecken mit Essigreiniger oder speziellen Reinigern gesäubert werden.

Du siehst, Hygiene ist alles. Viel mehr kann der normale Bürger nämlich nicht tun. Wir können nur hoffen, dass sowohl die Quelle wie auch ein Gegenmittel schnell gefunden wird. Ansonsten gilt, Vorsicht, Vorischt, Vorsicht. Und wenn man bei einem Lebensmittel nicht sicher ist, dann lieber mal drauf verzichten.

!!! UPDATE !!!
Laut eine aktuellen Meldung von RTL Aktuell wurde EHEC nun auch auf Salatgurken aus den Niederlanden gefunden.

↑↑ wieder nach oben ↑↑
Hat der Artikel gefallen? Dann abonniere doch meinen Feed Chaos-Blog RSS Feed abonnieren

Über Chaosweib

Jutta - Nachtmensch, Bücherwurm, Spielkind, Teeliebhaberin - chaotisch, frech, neugierig, ungeduldig, experimentierfreudig - bloggt über alles, was ihr unter die Finger kommt und freut sich genau jetzt über deinen Kommentar :)
Gepostet unter: gesund
Tags: , , , , , , ,
Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.


Eine Antwort auf EHEC Krise – die wichtigsten Hygiene-Tipps

  1. Mike sagt:

    Endlich einmal ein Beitrag, der ganz konkrete Verhaltensanweisungen gibt. Danke, prima! Jetzt kommt die Zeit von Pizza, Pasta und aller anderen heiss zubereiteten Speisen, denn über 70 Grad Celsius zerbruzelt der böse EHEC Bazillus-Mutant zur Wirkungslosigkeit.

Jetzt mitreden!

Bitte beachte die Netiquette. Ich behalte mir vor Kommentare mit Werbe-Links und/oder Keywords als Namen zu editieren oder zu löschen! ↑↑ wieder nach oben ↑↑

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.