Krankenhaus #2

KrankenhausMeine Mum ist immer noch im Krankenhaus, aber vielleicht kann ich sie Anfang nächster Woche nach Hause holen. Trotz all der medizinischen Hilfe, geht es einem zu Hause doch immer besser. Im Krankenhaus hatten sie meiner Mum eine Art Decubitus Matratze untergelegt, das ist eine „Wundliegen-Prophylaxe-Matratze“. Die war leider komplett aus Plastik und meine Mum hatte ständig einen klatschnassen Rücken. Wie kann man denn sowas machen? Sie sagen, damit sie sich nicht wundliegt, dabei würde es durch diese Matratze erst wund werden.

Stell Dir mal vor, Du liegst klatschnass im Bett und es juckt ohne Ende. Die Schwestern meinen, dass meine Mum wegen es Diabetes so schwitzt, komisch nur, dass sie zu Hause auch Diabetes hat und nicht schwitzt. Ich habe nicht nachgegeben und die Matratze entfernen lassen und nun schwitzt sie nicht mehr. Soviel zum Diabetes. Meine Mum wird sich in den 7 Tagen schon nicht wundliegen, sie kann sich ja noch bewegen und steht zu Hause auch auf.

Blut abnehmen ist auch so eine Sache, die man können sollte. Oder ist es normal, das das so einblutet?

missglueckte BlutentnahmeBeim nächsten Mal haben sie das Blut dann aus der Kanüle geholt, aber auch das muss man können. Ich habe leider vergessen den Schlafanzug zu knipsen. Das sah aus, als sei eine ganze Blutkonserve drübergelaufen.

Ansonsten sind die Schwestern und Pfleger aber wenigstens nett. Ich hatte ihnen ein paar „Anweisungen“ aufgeschrieben und musste laut lachen, als sie die mit Textmarker bearbeitet auf den Nachttisch geklebt hatten. Na ja, wenigstens halten sie sich dran. 😉

Ach ja, der Runnig Gag bei uns ist, dass bei jedem Krankenhausaufenthalt die Diabetes Beratung anruft. Meine Mum hat seit 50 Jahren Diabetes und seit ca. 20 Jahren bescheinigt man ihr einen „entgleisten Diabetes mellitus“. Man kann da vorher einfach nichts planen, man kann nur reagieren. Die kann Kuchen essen und davon unterzuckern und sie kann Diät essen und eine Stunde danach 295 mg/dl haben. Wir können nur zig mal am Tag messen und ist er hoch, spritzt man ihn runter, ist er tief gibt man Traubenzucker oder was anderes Zuckerhaltiges.

Jedes Mal, wenn sie im Krankenhaus ist möchte man sie „mal einstellen“. JEDES MAL. Immer ein anderes Krankenhaus, immer ein anderes Insulin und immer haben die, die sie gerade behandeln recht und die anderen nicht. Gestern Mittag sage ich noch zu meiner Freundin ‚die haben noch gar nicht angerufen‘, als es im Telefon anklopft. Dreimal darfst Du raten wer es war. Ich solle doch bitte mal in die Schulung kommen, damit man mir zeigt wie ich meine Mutter spritzen soll. *kopfklatsch* Ich sagte, sie sollen es aufschreiben, so wie immer. 😀

Trotz allem bin ich froh, wenn meine Mum wieder zu Hause ist.

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Über Chaosweib

Jutta - Nachtmensch, Bücherwurm, Spielkind, Teeliebhaberin - chaotisch, frech, neugierig, ungeduldig, experimentierfreudig - bloggt über alles, was ihr unter die Finger kommt und freut sich genau jetzt über deinen Kommentar :)
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4 Antworten auf Krankenhaus #2

  1. gismolinchen sagt:

    boah, ich sag immer: geh zum Arzt und spätestens dann bist du krank. Zumindest geht mir das immer so, irgendetwas komisches wird immer gefunden und dann geht die Tippeltappeltur los. Wünsche Deiner Mom alles Liebe und Gute, hole sie nach Hause, da geht es ihr sicher bald besser.
    bis bald

  2. Sarah sagt:

    Oh mein Gott das sieht ja echt schlimm aus 🙁
    Wünsche deiner Mama gute Besserung auf das sie bald wieder nach Hause kann. Zu hause ist es doch am schönsten und da fühlt man sich auch wohl
    Lieben Gruß

  3. Susi sagt:

    Gute Besserung für deine Mutti 🙂

    LG Susi

  4. sabo sagt:

    Hm … das mit dem Blut abnehmen ist manchmal aber auch schwieriger, als man sich das so wünscht / vorstellt. Aber keine Angst, ich nehmen jetzt keine medizinischen Abhandlungen vor 😉
    Die Dekubitusmatratzen sind leider aus hygienischen Gründen meistens aus gummiertem Material und bei bestimmten Patientengruppen halt Vorschrift. Genauso wie diese fiesen Thrombosestrümpfe, die man meist aus versicherungstechnischen Gründen übergepellt bekommt.
    Aber schön, das es ihr wieder besser geht. Grüß sie mal!

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