Rezension: Der Augenjäger von Sebastian Fitzek

Der Augenjäger - Audible HörbuchHeute erscheint endlich das neue Buch von Sebastian Fitzek und ab heute erfahren wir endlich wie die Geschichte weitergeht. Nachdem ich „Der Augensammler“ regelrecht in mich aufgesogen hatte, konnte ich das Erscheinen von „Der Augenjäger“ kaum noch erwarten. Fitzek bescherte uns ja in seinem letzten Buch einen üblen Cliffhanger, der das Warten auf die Fortsetzung fast unerträglich machte. Vor vier Wochen bekam ich dann auch noch Post von Suker, der Bestie , was das „auf die Folter spannen“ nur noch verstärkte. Aber nun ist es endlich soweit, „Der Augenjäger“ lauert auf sein nächstes Opfer. Ich hatte die Chance die ungekürzte Hörbuchfassung vorab anhören zu dürfen und das ist meine Rezension.

Ich möchte euch kurz vorwarnen: Wer den „Augensammler“ noch nicht gelesen/gehört hat, es aber noch vorhat, der sollte hier aufhören zu lesen. „Der Augenjäger“ ist die Fortsetzung und ich kann darüber nicht schreiben ohne zu spoilern. Also, tut euch einen Gefallen und klickt weiter. Ihr versaut euch sonst den ganzen Spass.

Der Augenjäger in meinem iTunes

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Der Augenjäger – Die Story

Der neue Thriller von Sebastian Fitzek handelt von einem Augenchirurgen, namens Dr. med Zarin Suker. Er ist der beste Augenchirurg der Welt. Er hat sogar ein Patent auf ein Skalpell, das seinen Namen trägt. Das Suker Messer. Und da Genie und Wahnsinn ja so dicht beieinander liegen, wird es nicht verwundern, dass der gute Doktor auch ein Psychopath ist. Mit seinem Suker Messer entfernt er Frauen die Augenlider bevor er sie vergewaltigt und dann laufen lässt. Die Opfer begehen irgendwann Selbstmord und somit gibt es keine Zeugen. Die gute Nachricht, er sitzt bereits seit 10 Monaten in Untersuchungshaft. Die Schlechte, er soll entlassen werden, weil die einzige Kronzeugin verschwunden ist.

Alina Gregoriev, die blinde Physiotherapeutin, die schon im „Augensammler“ als Medium fungierte, soll nun Suker behandeln. Man hofft, dass sie auch bei ihm durch die Berührung wieder Visonen bekommt und man so Hinweise auf das nächste Opfer erhält.

Alina lässt sich darauf ein, weil man ihr als Gegenleitung ein Tonband verspricht, auf das ich hier nicht näher eingehen kann. Auch Alexander Zorbach ist wieder mit von der Partie. Er ist noch immer auf der Suche nach seinem entführten Sohn und die Zeit wird knapp. Die 45 Stunden und 7 Minuten, die Julian die Luft zum Überleben garantieren, laufen in wenigen Stunden ab. Alina und Zorbach schweben schon bald in großer Gefahr.

Klappentext
Dr. Suker ist einer der besten Augenchirurgen der Welt. Und Psychopath. Tagsüber führt er die kompliziertesten Operationen am menschlichen Auge durch. Nachts widmet er sich besonderen Patientinnen: Frauen, denen er im wahrsten Sinne des Wortes die Augen öffnet. Denn bevor er sie vergewaltigt, entfernt er ihnen sorgfältig die Augenlider. Bisher haben alle Opfer kurz danach Selbstmord begangen. Aus Mangel an Zeugen und Beweisen bittet die Polizei Alina Gregoriev um Mithilfe. Die blinde Physiotherapeutin, die seit dem Fall des Augensammlers als Medium gilt, soll Hinweise auf Sukers nächste „Patientin“ geben. Zögernd lässt sich Alina darauf ein – und wird von dieser Sekunde an in einen Strudel aus Wahn und Gewalt gerissen …

Zur Leseprobe / Zur Hörprobe

Der Augenjäger – Meine Meinung

Der Augenjäger auf dem iPod touch

Der Augenjäger auf dem iPod touch

Durch das Buch führen zwei Haupterzählstränge. Der eine ist Alexander Zorbach auf der Suche nach Julian und dem Augensammler. Der andere behandelt Alina, die dem psychopatischen Augenarzt gefährlich nahe kommt. Die Kapitel beginnen, wie schon im „Augensammler“ immer mit dem Namen der Figur, aus deren Sicht gerade erzählt wird. Das sind hauptsächlich Zorbach und Alina, aber auch von einigen anderen Protagonisten. Wir treffen auch Phillip Stoya wieder, den Polizist und ehemaligen Kollegen von Zorbach.

Fitzek erzählt die Geschichte wieder aus verschiedenen Perspektiven und baut mit kurzen Kapiteln und deren Cliffhanger eine enorme Spannung auf. Immer wenn es bei Zorbach spannend wird, geht es bei Alina weiter und umgekehrt. Das Buch/Hörbuch geht sofort in die Vollen, der Spannungsbogen wird von Anfang bis Ende ziemlich hochgehalten. Und immer wenn man denkt, man wüßte bescheid, zeigt Fitzek einem die lange Nase.

Simon Jäger macht auch hier wieder einen excellenten Job. Er liest so gut, dass man nicht anders kann, als gespannt davor zu sitzen und zu lauschen. Die unterschielichen Charaktere sind gut zu erkennen und auch die „hystrische“ Nicola spricht er ziemlich gut.

Das schöne an den Büchern von Sebastian Fitzek ist auch, dass sie sehr gut recherchiert sind. Das beginnt, wie schon im ersten Teil, bei der blinden Alina. Wie Blinde ihren Alltag meistern und wie sie die Welt „sehen“, hat der Autor ebenso gut recherchiert, wie zum Beispiel die Auswirkungen von diversen Verletzungen. Das gefällt mir sehr gut und das macht auch die Handlung um einiges glaubhafter.

Ich habe mich in diesem Buch/Hörbuch sofort zu Hause gefühlt, sofern man das bei einem Psychothriller sagen kann. Es tat gut die vertrauten Personen wieder zu treffen und erneut mit ihnen zu zittern während sie diesen neuen Horror erleben. Fitzek hat hier wiedermal ein tolles Buch und eine gelungene Fortsetzung des „Augensammlers“ abgeliefert. Spannend bis in die letzten Zeilen. Immer wieder setzt er am Ende nochmal einen drauf.

„Der Augenjäger“ von Sebastian Fitzek
Sprecher: Simon Jäger
exklusiv als Audible Download
Spieldauer: 9 Std. 57 Min. (ungekürzt)
Verlag: Audible GmbH 2011
Preis: ab 9,95 Euro im Flexi-Abo

Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
Verlag: Droemer (27. September 2011)
ISBN-13: 978-3426198810
Preis: 19,99 Euro

Amazon Kindle Edition
Preis: 17,99 Euro

Fazit

„Der Augenjäger“ bekommt von mir die volle Punktzahl. 5 von 5 Sonnenblumen für das Buch, für das Hörbuch, für den Autor und für den Sprecher. Hier hat einfach wieder alles gestimmt. Ein echter Hörgenuss, den ich jedem nur empfehlen kann. Ein MUSS für Fitzek-Fans und eine PHLICHTLEKTÜRE für die, die den „Augensammler“ gelesen/gehört haben. Wenn man einfach nicht genug bekommen kann und am Schluss todtraurig ist, dass es zu Ende ist, dann hat der Autor alles richtig gemacht. „Der Augenjäger“ ist zweifelsohne wieder so ein Buch, in das man am liebsten reinkrabbeln und nicht wieder rauskommen will. Ich sage nur: LESEN, LESEN, LESEN bzw. HÖREN, HÖREN, HÖREN. Was immer ihr bevorzugt, ihr werdet es nicht bereuen.

Ich bedanke mich bei Audible, die mir diesen Download freundlicherweise zur Verfügung gestellt und mir damit 10 Stunden Hörgenuss vom Feinsten beschert haben.

5 von 5 Sonnenblumen

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Über Chaosweib

Jutta - Nachtmensch, Bücherwurm, Spielkind, Teeliebhaberin - chaotisch, frech, neugierig, ungeduldig, experimentierfreudig - bloggt über alles, was ihr unter die Finger kommt und freut sich genau jetzt über deinen Kommentar :)
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7 Antworten auf Rezension: Der Augenjäger von Sebastian Fitzek

  1. nasch sagt:

    Ich war gerade in 3 Buchläden, kein Fitzek da *grummel* Naja Erscheinungstermin steht ja auf seiner Seite auch erst morgen *g* Aber komischerweise hatte ich das im Kalender auch für heute eingetragen *komisch*

  2. Sabienes sagt:

    Fitzeks Bücher sind immer so eine Mischung zwischen Hochspannung und Unappetitlichkeit.
    Ich weiß immer nicht, ob ich ihn mag oder nicht. Aber wahrscheinlich mag ich ihn 😉
    Bedankt er sich wieder am Ende stundenlang bei seiner Familie, seinen Freunden, seiner Hausmeisterin, seiner Putzfrau usw.? Das ist schon fast rührend.
    LG

  3. Melanie sagt:

    Na ich weiß schon genau was Marcus sich kaufen wird!Bislang hat er alle seine Bücher gelesen!Und dieses sicher auch 🙂

  4. Tina sagt:

    Sollten wir und Sorgen machen, weil du dich in einem Psychothriller zu Hause fühlst?? 🙂
    Aber ich kenne das, wenn man ein bisschen das Gefühl hat man träfe alte Freunde wieder wenn man so eine Fortsetzung liest.
    Jedenfalls freut’s mich, dass sich das Warten für dich gelohnt hat 🙂

    LG
    Tina

  5. Pingback: [gehört] Der Augenjäger > nasch

  6. Bibilotta sagt:

    Echt klasse wie du das geschrieben hast *neidisch rüberguck*…..so klasse könnt ich ein Buch und seinen Inhalt gar nicht beschreiben und wiedergeben….da kann ich mich mit meiner Vorstellung ja ewig hinten anstellen….;)
    ABER zu Fitzek…..der schreibt einfach klasse und den MUSS man, wenn man Thriller mag einfach gelesen haben

    • Chaosweib sagt:

      Dankeschön. 😳
      Ich wüßte jetzt aber nicht, was an Deinem Bericht auszusetzen wäre. Jeder hat doch einen anderen Stil. Ich tue mich zum Beispiel immer schwer, wenn mir ein Buch nicht gefallen hat. Bei guten Büchern ist die Euphorie so groß, da schreibt sich die Rezension schon von selbst.

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