Rezension: African Boogie von Helmut Barz

African Boogie von Helmut BarzLange hat es gedauert, aber nun kommt endlich die Rezension zu „African Boogie“. Es handelt sich dabei um die Fortsetzung des ersten Katharina-Klein-Krimis „WestEnd Blues“, den ich bereits im Juli rezensiert habe. „African Boogie“ knüpft auch genau dort an, wo „WestEnd Blues“ aufgehört hat. Ich meine wirklich an der gleichen Stelle. Es ist als hätte man nur eine Seite umgeblättert und nicht zwei Jahre auf einen zweiten Teil gewartet. Katharina sitzt noch immer in Polanzkis Büro, auf dem gleichen Stuhl.

„African Boogie: Ein Katharina-Klein-Krimi“ von Helmut Barz. Das 382 Seiten starke Buch erschien im März 2011 im Sutton Verlag.

African BoogieHelmut Barz: African Boogie

Klappentext:
Kriminaldirektorin Katharina Klein muss weg. Weit weg. Untertauchen, weil ein Killer auf sie angesetzt ist. Einen klaren Kopf bekommen, weil sie sich in den völlig falschen Mann verliebt hat. Allein sein, weil ihre persönlichen Dämonen sie verfolgen.
Das Fünf-Sterne-Resort Golden Rock vor der afrikanischen Küste ist genau das Richtige. Palmen, Pool, sogar ein toller Kraftraum, wie gemacht für die halbkoreanische Kampfsportlerin. Aber so leicht entkommt Katharina nicht, schon nach zwei Tagen ist das Hotel voll. Voller Hessen.

Als der erste Gast auf unschöne Weise ertrinkt, denkt sie sich noch nichts Böses. Doch dabei bleibt es nicht, und spätestens, als die einzige Verbindung zur Außenwelt in die Luft fliegt, verwandelt sich das Urlaubsparadies in eine Hölle, in der jeder jeden verdächtigt.

Mafia Island! Das mag ja wirklich aus dem Arabischen stammen und nichts mit der Cosa Nostra zu tun haben. Aber beim nächsten Mal wird Katharina sehr viel genauer aufpassen, wo sie hinfliegt – wenn es ein nächstes Mal gibt.

African Boogie – Die Story

Katharina ist auf der Flucht. Nachdem sie den Sohn von de Vega erschossen hat, ist ein Killer auf sie angesetzt. Mit Hilfe ihres Patenonkels Antonio flüchtet sie nach Mafia Island, einer Insel südlich von Dar-es-Salaam im Indischen Ozean. Das ist weit weg vom Killer und weit weg von Andreas Amendt, der verdächtigt wird ihre Familie getötet zu haben. Mit neuer Identität fliegt Katharina also nach Mafia Island auf eine Ferienanlage, die nur über eine Brücke erreichbar ist. Doch sie ist nicht lange alleine. Neben einer hessischen Reisegruppe finden sich sowohl ein ehemaliger Kollege, als auch Amendt dort ein.

Bald geschehen merkwürdige Dinge in dieser Ferienanlage. Als ein Gast auf der Toilette ertrinkt und die Verbindungsbrücke gesprengt wird, wird es hektisch. Von da an stirbt ein Urlauber nach dem anderen und Katharina muss ermitteln. Ein Mörder ist unter ihnen, soviel ist klar. Aber wer ist es? Welche Rolle spielt Harry, der ehemalige Kollege und was hat Amendt vor? Wo ist der Killer von de Vega?

African Boogie Textbeispiel

African Boogie – Meine Meinung

Auch dieses Buch hat mich vollends überzeugt. Der lockere, mit Humor gespickte Schreibstil liest sich sehr flüssig. Es ist wieder spannend von Anfang bis Ende, man mag das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Auch wenn ich mir schon bald denken konnte, wer der Mörder ist, so wurde es zu keiner Zeit langweilig und es gab immer wieder Wendungen, die die Spannung aufrecht erhalten haben. An die englischen Überschriften war ich ja schon gewöhnt und ich hab sie weiterhin ignoriert, auch wenn ich mittlerweile weiß, was es damit auf sich hat. 😀

Es gibt diesmal ein paar Personen mehr, was in einem Feriendomizil ja nicht verwundert. Ich fand das jetzt nicht so tragisch, aber wer da gleich nicht durchblickt, für den gibt es am Anfang des Buches ein Personenverzeichnis. Für die, die den ersten Teil gelesen haben, wird das nicht ganz so kompliziert, da man einige Charaktere bereits kennt. Man kann diesen Krimi wohl auch ohne Vorkenntnisse lesen, weil der Autor das Wichtigeste „Revue passieren“ lässt, aber um in den vollen Genuss dieses Lesespaßes zu kommen, empfehle ich „WestEnd Blues“ vorher gelesen zu haben.

Ich kann beide Bücher nur jedem empfehlen, der Krimis mag. Ich denke auch, dass es für Krimi-Neulinge die optimale Einstiegsdroge ist. Der Autor brilliert hier mit sehr viel Feingefühl, Können und Humor und nicht durch detaillierte Tötungspraktiken. Obwohl ich wirklich härteren Stoff gewohnt bin, hat mir hier überhaupt nichts gefehlt. Ich war sehr überrascht wie gut mir die Geschichte um die Hauptdarstellerin gefällt und ich freue mich schon auf den nächsten Teil.

Katharina Klein Krimi Reihe
Einen Kritikpunkt hab ich aber noch und zwar das Aussehen des Buchrücken. Wenn ich eine Reihe oder Serie kaufe, dann lege ich großen Wert darauf, dass ich zum Beispiel alles in Hardcover oder alles in Taschenbuchformat kaufe. Ich möchte schließlich ein einheitliches Bild im Regal haben. Nennt es pingelig, aber ich bin da sicher nicht die Einzige, die das so sieht.

Es ist mir ein absolutes Rätsel wie Verlage es immer wieder schaffen das Aussehen von Folgetiteln zu vermurksen. Das sieht doch total bescheuert aus, oder? Mit den weißen Rändern sieht das von Weitem auch noch aus, als wäre das Buch kleiner. Warum kann man das nicht gleich gestalten? Wie sieht wohl der nächste Teil aus?

Ich finde sowas wirklich doof, ich dachte immer in einem Verlag arbeiten Buchliebhaber, die auf sowas achten!?

ich empfehle auch
Die Autoren-Website

Die Website der Sonderermittlungseinheit

Die Website vom Sutton Verlag

“African Boogie – Ein Katharina-Klein-Krimi” von Helmut Barz
Broschiert: 382 Seiten
Sutton Verlag (1. März 2011)
ISBN-13:
978-3866807495
Preis: 12,00 €

Chaosweib's Bewertung: 4 Sonnenblumen

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Über Chaosweib

Jutta - Nachtmensch, Bücherwurm, Spielkind, Teeliebhaberin - chaotisch, frech, neugierig, ungeduldig, experimentierfreudig - bloggt über alles, was ihr unter die Finger kommt und freut sich genau jetzt über deinen Kommentar :)
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4 Antworten auf Rezension: African Boogie von Helmut Barz

  1. Franzi sagt:

    Ich kann dich so gut verstehen, denn das Problem mit den Buchrücken kenne ich auch. Ich mag es auch lieber passend und nicht so „unordentlich“. 😉

  2. Tina sagt:

    Okay….dann folge ich mal deiner Aufforderung *pingelig* 🙂
    Aber bei diesen weißen Balken kann ich es verstehen, die passen so gar nicht.
    Allerdings haben fast alle Bücher die ich aus dem Sutton-Verlag habe( nicht nur Krimis ) diese Balken, insofern ist es dann zumindest wieder einheitlich.
    Aber da ich früher oder später viele Bücher in die Krankenhaus-Bibliothek nebenan abgebe, damit meine Wohnzimmer nicht aus allen Nähten platzt, stört es mich nicht so doll.

  3. Kai sagt:

    Schau doch mal vorne in den Buchdaten nach – vermutlich waren da zwei unterschiedliche Medienfirmen am (Mach)Werk. 😉

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