Google+ kippt Klarnamenzwang

Google+ Logo Screenshot Beim Web 2.0 Summit in San Francisco gaben die Google+ Bosse (Google-Gründer Sergey Brin und Vize-Präsident des Social-Bereichs Vic Gundotra) bekannt, dass in Zukunft Pseudonyme und Spitznamen erlaubt werden. Offenbar hat die Kritik von diversen Stellen da mal gefruchtet. Ich finde Pseudonyme wirklich wichtig. Es gibt viele Gründe warum man nicht Milliarden von Internetnutzern seine Identität preisgeben möchte.

Nun sind ja einige der Meinung, dass nur Trolle mit Pseudonym surfen und nur die mit echten Namen gute News posten. Tut mir leid, aber die sind echt arm im Geiste. Ich habe hier schon Leute mit echtem Namen getroffen, die Idioten sind und welche mit Pseudonym, die mir sehr ans Herz gewachsen sind. Und wer sagt eigentlich, dass hinter „Liesel Müller“ auch wirklich „Liesel Müller“ steckt und nicht irgendein getarnter Terrorist? Ein Name aus einem Telefonbuch abzuschreiben ist doch keine Kunst, das kann doch niemand prüfen.

Ich möchte aber bitte nicht falsch verstanden werden. Wenn ich mich bei einer Plattform wie Facebook, Twitter oder Google+ anmelde und deren Dienst nutzen möchte, dann habe ich nichts dagegen denen auch meine Daten mitzuteilen. Aber warum müßen die sie dann veröffentlichen? Die können meine Daten gerne im Hintergrund nutzen, aber mir doch bitte die Möglichkeit lassen mich vor Fremden zu schützen. Warum kommt denn niemand auf so eine Idee? Accountdaten versteckt erhalten und nutzen, Usernamen anzeigen. Es könnte doch alles so einfach sein…

Übrigens soll es in Zukunft auch Firmenprofile geben, das dauert nur noch ein Weilchen. Auch Google Apps Kunden kommen bald zu ihrem Vergnügen.

via caschy und netzwelt

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Über Chaosweib

Jutta - Nachtmensch, Bücherwurm, Spielkind, Teeliebhaberin - chaotisch, frech, neugierig, ungeduldig, experimentierfreudig - bloggt über alles, was ihr unter die Finger kommt und freut sich genau jetzt über deinen Kommentar :)
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11 Antworten auf Google+ kippt Klarnamenzwang

  1. Ela sagt:

    In so vielen anderen Communitys ist es doch Gang und Gebe, dass man sich ein Nickname anlegt und bei der Anmeldung seinen richtigen Namen. Klar, dass es dann schwierig wird bei Facebook oder Google+ jemand zu finden, den man kennt, wenn alle Nicknames verwenden.
    Sollte aber jedem selbst überlassen sein.

    Ich nutze Facebook ja auch, um mit Freunden in Kontakt zu bleiben. Und die finden mich mit meinem echten Namen nun mal leichter.

  2. Evi sagt:

    Toller header (:
    Ich hoffe dir gehts gut ??? (: Wünsche dir eine Wunderschöne woche ♥

  3. Melanie sagt:

    o.k ich nutze eh nur meinen richtigen Namen, aber auch ich finde jeder sollte selber entscheiden können, wie er sich nennt.

    FB ist da ja zur Ziet echt schlimmm, ständig sperren die da User.

  4. Kai sagt:

    „Sollte aber jedem selbst überlassen sein.“

    [advocatus diaboli]
    Und für Social Media Webseiten gilt das nicht? Ich meine – es sei doch bitte ebenso ‚den Webseitenbetreibern überlassen‘ ob sie auf ihrer Seite echte Namen haben wollen, oder ob sie auch Nicknamen zulassen wollen. Die Wahl, das Angebot NICHT zu nutzen, habe ich schließlich trotzdem. Oder wurde schon jemand mit vorgehaltener Waffe dazu gezwungen einen FB/G+ Account mit seinem echten Namen zu registrieren? Nein? Na schau an. 😉

    WENN ich also für mich als Nutzer das Recht innehaben will, ent oder weder zu tun, dann gilt das auch für Communityseiten. Und wenn DIE halt sagen „Wir wollen nur reale Namen“ (und das wird einem bspw. bei FB bereits bei der Registrierung mitgeteilt), dann habe ich das zu akzeptieren – oder ich suche mir eine andere Möglichkeit, mit meinen „Freunden“ in Kontakt zu bleiben.

    Google geht da natürlich den Weg des geringsten Widerstandes – denn ich vermute, dass man sich zwar einen optionalen Nicknamen einrichten kann … um die Angabe des realen Namens bei der Registrierung aber nicht drumherum kommt, oder?
    Womit es Big Broth… Google egal sein kann, ob man sich SupermannRömischFünf bei ihnen nennt – die wertvollen Realdaten sind ja trotzdem vorhanden (und verkaufbar^^).

    • Chaosweib sagt:

      – denn ich vermute, dass man sich zwar einen optionalen Nicknamen einrichten kann … um die Angabe des realen Namens bei der Registrierung aber nicht drumherum kommt, oder?

      Ja, hab ich doch geschrieben! Ich habe ja nix dagegen, dass Facebook, Google & Co meine echten Daten haben. Ich habe was dagegen, dass Milliarden Fremder sie sehen können. Warum machen die das denn nicht so? Um es sich und den Werbepartnern leichter zu machen?

      • Kai sagt:

        Ich betone den [Advocatus Diaboli] nochmals. 😉

        Mein Kommentar war keinesfalls als (von mir an dich gerichtete) Kritik gedacht, sondern bezog sich eher auf den Satz aus Elas Kommentar. Hierbei gleich die nächste Zusatzerklärung: Auch an ELA sollte das keine Kritik sein. Ich habe ihren Satz nur aufgegriffen, weil sie ihn zufällig schrieb, weiter nichts.

        Des weiteren muss ich gestehen, dass ich den Teil deines Artikels, in dem du die Realnamen-Angabe erwähnt hast, schlicht überlesen haben muss.

        Schlussendlich: Ich finde es halt amüsant, dass kaum jemand ein Problem damit zu haben scheint, dass die großen SoziMed Seiten die eigenen Privaten/Personenbezogenen Daten an xbeliebige Schundfirmen weiterverkaufen, aber jeder sich aufregt, dass der Chef einen mit dem echten Namen im Internet finden könnte.

        Wie ich in meinem Bekanntenkreis nicht müde werde zu wiederholen: Mit dem echten Namen fängts an… und irgendwann endets bei der vollständigen Krankenakte. Nur wills dann keiner gewusst haben. ^^

        Dabei ist es übrigens egal, ob wir von StudiVZ, Facebook, Xing oder Google sprechen – alle verkaufen die Daten, soweit sie das rechtlich irgendwie durchbringen können. Korrektur: Google verkauft (nach eigenen Angaben husthust) [noch] keine Personendaten weiter. Aber sammelt sie trotzdem schonmal fleissig. *schielt grinsend zu den auch auf diesem blog mitlesenden ‚google analytics‘ rüber*

        Ich lege jedem ans Herz: Besorgt euch (für Firefox – hat der IE sowas auch?) NoScript und AdblockPlus. So entscheidet IHR zumindest SELBST, wann eure Daten mitgelesen werden – nicht der Webmaster, noch eine Firma. Denn nicht jeder Webmaster ist so nett, seine GA-Daten nur zu den eigentlich gedachten Zwecken zu nutzen, so wie Jutta das tut.

        Entschuldigt den Aufriss. Aber beim Thema Datenschutz im Internet sehe ich einfach viel zu oft viel zu viel ‚zuckende Schultern‘ und höre zu oft ‚Mir doch egal‘, da gehts immer mal wieder mit mir durch. Mea culpa.

        Kai

        • Chaosweib sagt:

          Kai, Kai, Kai, ich nehme Deine Kommentare doch nicht als Kritik. Ich freue mich doch, dass sich jemand die Mühe macht und mit dem ich diskutieren kann. 😀

          Adblock Plus habe ich, das andere kenne ich nicht. Schau ich mir nachher mal an. Wenn ich Facebook oder Google meine Daten im Hintergrund, also nicht öffentlich sichtbar, geben kann, dann kann ich mich ja nennen wie ich will. Wieso bin ich bei Facebook wohl 21. *gg* Ich gebe selten einer Plattform echte Daten in die Hand. Bei FB war ich nur leider „gezwungen“ den Namen anzugeben, da mich jemand gemeldet hatte und augenscheinlich durchs Impressum wußte wie ich heiße. Da wäre ich mit Lieschen Müller wohl nicht durchgekommen.

          Mein Chef darf mich im Netz gerne finden, es gibt noch andere Gründe warum man das nicht möchte. Und GA ist hier installiert, weil es im Augenblick das beste ich, dass mir zeigt wieviele Zugriffe auf welche Artikel und von wo. IPs kann ich eh nicht lesen und Eure Mailaddy ist mir so ziemlich egal. Die ist ja nur, damit Ihr benachrichtigt werden könnt, wenn hier ne Antwort kommt. Ob Ihr also eine echte oder flasche, oder Wegwerfaddy habt, ist mir schnuppe. 😀

        • Kai sagt:

          Hm, antworte ich mir zur Abwechslung mal selbst. *g* Öfter mal was neues *zu C. rüberlinst* Deine Kommentarfunktion lässt das Antworten auf Antworten nicht zu. ^^
          Ich sollte vielleicht mal was zu NScript schreiben. Also, bloggen, mein ich. Ist unglaublich praktisch.

          Was FB/G+ angeht:
          Der „Chef“ war nur ein Sinnbild – obs tatsächlich der Vorgesetzte ist, die Schwiegermutter oder die Ex-LAGin, ist ja am Ende einerlei. Und bei Personen hörts ja nicht auf, sondern fängt erstmal nur an. Das hatte ich als gegeben und bekannt vorrausgesetzt, sonst hätte ich das oben gleich dazu erklärbär’t. 😉

          Was GA anbelangt: Ich blogge selber und webdesigne noch etwas länger – wozu GA also von den Webmastern und Webmistresses eingesetzt wird, ist mir schon klar. Nur bleibt das Fakt bestehen: Damit man als Endnutzer an diese Auswertungen herankommt, muss man Google den Zugriff auf die eigene Webseite gestatten. Und (ad hoc) kann mir niemand weismachen, er hätte sich den kompletten Quellcode von GA zu Gemüte geführt. Das ist ja auch nicht schlimm – ist man keineswegs verpflichtet zu. Aber man sollte halt allen Auswertungen und Statistiken zum Trotz nicht vergessen, dass die Daten für ebendiese TrueHit/SEO/Linktrading-Logistik durch (unsichtbare) dritte Hände geht. Dabei nehme ich Google nur der Einfachheit halber als Beispiel heran – ob es nun GA, Clicky, Woopra oder wasweißdergeier für ein Tool ist, spielt ja schlicht keine Rolle. Die Daten sind erfasst und verarbeitet. Und ich weiß je nach dem nicht, was in drei Jahren damit veranstaltet wird. Deswegen (und weil es sich für Klein-Seiten-Betreiber mit <50HpD eh nicht lohnt^^) nutze ich sowas nicht … und, was fast noch wichtiger ist, ich lasse mich auch nicht von entsprechenden Webseiten erfassen (siehe NoScript) und 'abhaken'.

          Okay.. ich mag vielleicht ein BISSCHEN übertreiben.. aber nur weil ich paranoid bin, heißt das leider gerade im Web nicht, dass "Sie" nicht hinter mir her sind. FB LifeLine anyone?

          *wieder im Bunker verkriechend*
          Kai

  5. Kai sagt:

    Es ist erwiesen: Deine Kommentarfunktion hat mich eindeutig auf dem Kieker. Schon der zweite Kommentar, den entweder die Spambiene gefuttert oder (*paranoid dreinschau*) Google verschluckt hat. 😉

    Skandal, sage ich! 😀

    K.

    PS: Wenn der ursprüngliche Kommentar aus dem Datennirvana auftauchen sollte, kannst du diesen hier getrost entfernen. *g*

    • Chaosweib sagt:

      Tut mir leid, meine Spamfunktion spinnt in letzter Zeit.

      Ein bisschen paranoid schadet ja nicht, aber mal ehrlich, wenn es heute GA nicht ist, ist es morgen ein anderer. Wir leben halt in Zeiten von BigBrother. Jede Website speichert irgendwas, da kann man nur noch das Internet meiden. 😀

  6. Ebi sagt:

    Wohin das mit den Spitznamen geführt hat, hat man ja bei StudiVZ gesehen. Ich glaube gerade in Deutschland lebt Facebook davon dass hier viele „richtige Nutzer“ sind, die sich größtenteils sogar über das Telefon verifiziert haben. Ich sehe das eher als Verzweiflungstat von Google weil die Neuanmeldungen abnehmen.

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