Das richtige Öl zum Braten

Vital Öl Ich hatte ja im November den Pfannenbericht gepostet. Darin gezeigt wurden auch ein paar Bilder über das, was ich so alles in der neuen Pfanne zubereitete. Zwei der drei Gerichte dort hatte ich mit Olivenöl gemacht. Daraufhin erreichte mich nochmal eine Mail von der Firma, die mir damals die viereckige Pfanne zur Verfügung gestellt hatte. Mein Bericht gefiel ihnen seht gut, aber mit dem Olivenöl hatten sie so ihre Probleme. Aber lest doch selbst…

Ich darf mal kurz zitieren:

Olivenöl, native kaltgepreßte Öle sind nicht geeignet zum Braten mit hohen Temperaturen. Diese Öle verbrennen und hinterlassen dabei Teerharze in den Pfannen, welche die  Antihafteigenschaften beieinträchtigen und nur sehr schwer wieder zu entfernen sind.

Damit es zu solchen Verbrennungen nicht kommt, empfehlen wir unseren Kunden beim Braten hocherhitzbare Öle und Fette zu verwenden.

Mir war dieser Umstand bisher nicht bekannt/bewußt und ich habe auch noch nie irgendetwas in meinen Pfannen gesehen, was auch nur annähernd an Teerharze erinnern könnte. Dennoch bin ich bei solchen Themen immer ganz aufmerksam und Vorschlägen gegenüber aufgeschlossen. Wie es der Zufall so will, Gastrolux führt im Sortiment auch ein Öl, das zum Braten bei hohen Temperaturen geeignet ist.

Vitalöl Vorder- und Rückseite des Etiketts

Vorder- und Rückseite des Etiketts

Es handelt sich dabei um ein hocherhitzbares Rapsöl. Dieses Öl, welches, warum auch immer, aus Schweden kommt, wurde für Kliniken und die Spitzengastronomie entwickelt. Es hat ein Butteraroma und einen ziemlich hohen Rauchpunkt (über 220 Grad). Zusätzlich ist es allergikerfreundlich und trägt das ECARF-Quailtätssiegel.

Zutaten: Rapsöl, Emulgator (mit Zitronensäure verestertes Mono- und Diglycerid), natur-identische Aromastoffe, Farbstoff (Beta Carotin), Antioxidanz (Zitronensäure)

Wie ihr sicher schon ahnt, durfte ich auch dieses Öl testen, inklusive einem tollen Pfannenwender. Ich benutze neben meinen Olivenöl sowieso schon Rapsöl, aber nur ein billiges aus dem Supermarkt. Ich war also gespannt und habe es getestet.

Vitalöl und Pfannenwender

Meine Erfahrungen

Ich habe es wieder mit Kartoffeln und Fleisch getestet. Ich zeige euch hier nur die Bratkartoffeln, ich habe eh schon zu viele Bilder gemacht. 😳

Öl in die PfanneNebenbei seht ihr auch noch den Pfannenwender im Einsatz. Dieser ist sehr stabil! Der Griff ist aus 18/10er Edelstahl und die Schaufel aus Silikon. Natürlich spülmaschinenfest, lebensmittelecht und bis 300° Grad hitzebeständig. Das Silikon ist natürlich auch für beschichtete Pfannen geeignet, da es weich und flexibel ist. Damit zerkratzt man sich nichts. Ein Preis von 9,90 Euro ist hier durchaus angemessen. Er ist in den Farben Blau und Gelb erhältlich.

Pfannenwender aus Edelstahl und SilikonDie Handhabung von dem Teil ist natürlich ganz einfach und bedarf keiner weiteren Worte. Es ist aber am Anfang ein anderes Gefühl und ein Unterschied zu einem „starren“ Pfannenwender. Beim Eintauchen in die Pfanne fühlt es sich ungefähr so an, als wenn man etwas mit Handschuhen macht.

Aber zurück zu den Kartoffeln und dem Vitalöl. Ich habe das Öl in die heiße Pfanne gegeben und es nahm ziemlich rasch die Temperatur an, die ich brauchte.

BratkartoffelnDie Brateigenschaften waren sehr gut. Die Kartoffeln brieten optimal, schön trocken und nicht fettig. Es war auch kein fremdartiger Geruch zu vernehmen. Das Vitalöl ist ganz geruchs- und geschmacksneutral. Die Kartoffeln haben gut geschmeckt, aber einen ausgesprochenen Buttergeschmack konnte ich nicht wirklich feststellen. Man kann das Öl aber durchaus verwenden, es spricht nichts dageben. Und wenn es all diese Eigenschaften hat, die dort stehen, dann ist es auch „gesund“.

Es ist cholesterinfrei und hat auch keine Salze, Milcheiweiß oder Konservierungsstoffe. Schonend gepresst aus schwedischem, naturbelassenem Raps, nicht genmalipuliert und reich an Omega-3-Fettsäuren. Geeignet für die kalte und warme Küche. Zum Braten, Grillen, Dünsten, Backen, Abschmelzen. Ebenso für Salatdressings und Dips. Ihr seht, es ist ein optimales Lebensmittel.

Meine Meinung

Es war gut. Sowohl beim Fleisch wie auch bei den Kartoffeln waren die Brateigenschaften in Ordnung, es gab auch kein großartiges Gespritze. Geruch und Geschmack sind, zumindest für mich, eher neutral. Das fertige Essen war wie immer lecker. Alleine der Preis ist etwas hoch für ein Rapsöl. Im Verhältnis zu einem Olivenöl kann er aber mithalten. 0,5 Liter kosten 4,95 Euro. Zum Vergleich, mein Rapsöl aus dem Norma kostet bei gleicher Menge ca. 45 Cent. Das Vitalöl ist somit 11x teurer. Das Geschmacks- und Wohlgefühl sind bei sowas sicher subjektiv, jeder empfindet es anders und so empfehle ich euch es selbst zu probieren. Ich werde die Flaschen 100% alle aufbrauchen, denn es war gut. Aber nachkaufen werde ich es sicher nicht, es ist mir schlicht zu teuer.

Ich möchte mich noch kurz bei Gastrolux für den Test und die Chance bedanken. Der Pfannenweder ist genial, das Vitalöl leider ein bisschen teuer.

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Über Chaosweib

Jutta - Nachtmensch, Bücherwurm, Spielkind, Teeliebhaberin - chaotisch, frech, neugierig, ungeduldig, experimentierfreudig - bloggt über alles, was ihr unter die Finger kommt und freut sich genau jetzt über deinen Kommentar :)
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10 Antworten auf Das richtige Öl zum Braten

  1. gismolinchen sagt:

    Das Olivenöl zum Anbraten nicht so gut geeignet ist, war mir schon bekannt und deshalb nehme ich Sonnenblumenöl oder Butterschmalz, aber das Olivenöl irgendwelche Teere hinterläßt, ist mir echt neu und hat das denn echt was mit der Pfannenhaltbarkeit zu tun? Kann ich mir nicht unbedingt vorstellen, aber möglich ist es ja. Interessant wäre ja auch mal, warum Rapsöl so arg teuer ist, Raps wird doch hier nun wirklich überall angebaut.
    Liebe Grüße

    • Chaosweib sagt:

      Das steht oben im ersten Zitat, dass diese Teerharze die Antihafteigenschaften beeinträchtigen (können).

      Ich habe zum Braten neben dem Olivenöl noch Rapsöl, Maragrine und Butter. Butterschmalz schmeckt mir nicht. Ich nehme nur für die Bratkartoffeln und Lamm/Strauß Olivenöl. Bisher ohne Probleme.

      • Peter sagt:

        Mit Olivenöl habe ich mir 2 Wollpfannen geschrottet. (selber Schuld) Die werden mit der Zeit stumpf. Aber nicht weil die Beschichtung abgeht, sondern weil die Teerharze drin kleben bleiben. Dabei hatte ich Olivenöl von höchster Güte,.. aber die Temperaturen sind wohl zu hoch. In meiner eckigen Wollpfanne, oder dem großen Topf habe ich nur noch mit Bratöl gebraten, angebraten. Die sind immer noch einwandfrei.
        Gruß Peter

  2. Coco sagt:

    Hmmm, also kein Olivenöl in Antihaft-Pfannen, was tausche ich jetzt aus? Die Pfannen oder das Öl? 😉 Ich habe bisher immer Olivenöl verwendet, weil es mir am besten schmeckt *grübel*
    Liebe grüße, Coco

  3. Tina sagt:

    Das mit den Teerharzen wusste ich noch nicht, aber ich nimm so gut wie nie Olivenöl, weil ich weder den Geruch noch den Geschmack leiden kann 🙂 Aber Rapsöl finde ich ganz okay, das benutze ich auch meist.

  4. Das mit den Teerharzen war mir zwar neu, aber das man Olivenöl nicht bei beschichteten Pfannen benutzen soll ist mir ein Begriff. Mein Mann arbeitet in der Gastronomie, deshalb sind wir immer auf der Suche nach Materialien, die den Geschmack des Essens vielleicht noch etwas intensivieren. Schade, dass die Butternote beim Braten nicht herauskam. ._.

    Was ich viel interessanter fand war der Pfannenwender. Momentan haben wir einen Silikonpfannenwender von Tchibo. Der ist zwar gut, aber ich bin mir nicht wirklich sicher, ob dieser nicht evtl. (chem.) Stoffe abgibt beim Braten, da die Hitze beim Braten ja so einiges aus Pfannenwendern herausholen kann. ._. Dieser hier sieht schon sehr stabil aus und wirkt auch sonst, als ob er einiges aushält. Gibt der Wender den Duft seines Materials an das Essen ab oder bleibt das völlig neutral?

    alles Liebe,
    Lizzy

    • Chaosweib sagt:

      Ich kann nicht feststellen, dass der Pfannenwender nach irgendetwas riecht. Der ist völlig neutral. Ich empfehle aber sowieso alle Küchenhelfer nicht in der Pfanne oder dem Topf liegen zu lassen. Immer umrühren und daneben legen. 😀

      • Dankeschön für die schnelle Antwort. 🙂
        Drin liegen lassen würden wir sie eh nicht, rein von der Hygiene her und weil mir Dussel schon die merkwürdigsten Sachen passiert sind *lach*, aber wir hatten leider schon Pfannenwender, die bei der Benutzung Geruch abgegeben haben. Also während wir z.b. damit die Kartoffeln gewendet haben, etc. pp. Deshalb meine etwas spezielle Frage. 🙂

        alles Liebe und noch einen schönen Tag,
        Lizzy

  5. Klaus sagt:

    Eigentlich nehme ich auch fast immer Olivenöl, außer für Pfannkuchen. Ich denke es ist wichtig, dass das Öl alleine ohne Bratgut nicht zu heiß in der Pfanne werden sollte. Ist mir auch schon passiert und das richt dann wirklich nicht mehr gut und ist bestimmt auch nicht gesund.

    Gruß
    Klaus

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