Rezept: Kalbsleber Berliner Art

Leber Berliner Art Meine Cousine hat einen Bauernhof und immer dann, wenn ein Rind oder ein Kalb geschlachtet wird, bekommen wir frisches Fleisch. Diesmal war ein Kalb dran und es gab unter anderem frische Kalbsleber. Wir lieben Leber und bereiten die dann immer nach “Berliner Art” und genau das haben wir letzte Woche wieder gemacht. Ich möchte euch heute kurz zeigen wie einfach das geht und habe zu diesem Zweck jeden Schritt auf Bild festgehalten.

Kalbsleber “Berliner Art” an Kartoffelpürree

Zutaten für 2 Personen
400 g frische Kalbsleber
5-6 Zwiebeln
2-3 Äpfel (ich nehme Braeburn)
400 g Kartoffeln
½ Tasse Milch
2-3 Eßl Mehl
Salz, Pfeffer
Margarine zum Braten (oder Butter, Butterschmalz oder Öl)

Kalbsleber Berliner Art, die Zutaten

Zuerst müssen die Kartoffeln, Zwiebeln und Äpfel geschält und kleingeschnitten werden. Die Kartoffeln werden normal in Salzwasser gar gekocht.

Zwiebeln anbraten

Die Zwiebeln in etwas Margarine anbraten bis sie Farbe bekommen. Wer mag kann die Zwiebeln dazu auch ein bisschen mehlieren. Danach aus der Pfanne nehmen und warm stellen.

Äpfel anbraten

Nun die Äpfel ebenfalls in etwas Margarine anbraten und aus der Pfanne nehmen.

Zwiebel und Aepfel im Backofen warmhalten

Ich stelle die Zwiebel und Äpfel immer bei ca. 120° Grad im Backofen warm. Da kommt nachher auch noch die Kalbsleber dazu.

Kalbsleber mehlieren

Die Kalbsleber gründlich waschen, trockentupfen und mehlieren.

Kalbsleber von beiden Seiten anbraten

Die Kalbsleber nun in der Pfanne von beiden Seiten ca. 1½ Minuten anbraten. Ich nehme sie dann aus der Pfanne und lege sie zu den Zwiebeln und Äpfeln in den Ofen. Dort bleiben sie je nach Dicke und gewünschtem Garpunkt (rosa oder durch) ca. 15-20 Minuten. Dadurch gart sie schonend und man verhindert, dass die Leber trocken und zäh wird, was beim scharfen Anbraten in der Pfanne schnell passieren kann.

selbstgemachtes Kartoffelpürree

Die gargekochten Salzkartoffeln abgießen und mit einer halben Tasse heißer Milch (Mikrowelle) mit dem Handrührgerät zu Pürree schlagen. Bitte die Menge Milch an die Menge Kartoffeln anpassen und beachten, dass die Milch wirklich heiß ist. Wer mag kann noch ein Stückchen Butter drunterschlagen. Ich spare mir das, da die Leber & Co. durchs Braten schon genug Fett liefert.

Kalbsleber Berliner Art an Kartoffelpürree

Dann kann auch schon angerichtet werden. Wer jetzt einwenden will, dass die Leber noch gar nicht gewürzt ist, dem sei gesagt, dass das vorm Braten eher ungünstig ist. Das Salz entzieht dem Fleisch die Flüssigkeit und es könnte schnell trocken werden. Ich würze die Leber erst auf dem Teller mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer. Dann die Zwiebeln und Äpfel drauf verteilen und das Kartoffelpürree dazugeben.

Guten Appetit

Auch diese Beiträge schon gelesen?
  1. Rezept: Apfelpfannkuchen/Abbelkieschelscher (Video)
  2. Rezept: Bauernfrühstück
  3. Rezept: Zucchini-Reis mit Feta
  4. Rezept: Einfacher Nudeleintopf
  5. Rezept: Pellkartoffel mit Zwiebeltunke
  6. Rezept – schnelles Rahmgeschnetzeltes
↑↑ wieder nach oben ↑↑
Hat der Artikel gefallen? Dann abonniere doch meinen Feed Chaos-Blog RSS Feed abonnieren

Über Chaosweib

Jutta - Nachtmensch, Bücherwurm, Spielkind, Kaffeejunkie, Teeliebhaberin - chaotisch, frech, neugierig, ungeduldig, morgenmuffelig, experimentierfreudig - bloggt über alles, was ihr unter die Finger kommt und freut sich genau jetzt über deinen Kommentar :)
Gepostet unter: gekocht
Tags: , , , , , , ,
Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

8 Antworten auf Rezept: Kalbsleber Berliner Art

  1. Tante Trulla sagt:

    Wenn Leber nicht sooo riechen würde, würde ich mich vielleicht auch mal überwinden welche für meinen Mann zu braten…ich persönlich mag sie nicht.

    Wobei es ja echt lecker aussieht…

    Liebe Grüße
    Tante Trulla

  2. Matthias sagt:

    Die Berliner Spezialitäten sehen immer ein bisschen komisch aus. Aber sie schmecken. :-)

  3. Monika sagt:

    Hm, so mag ich Leber auch am liebsten :-)
    Ich mache allerdings immer Hühnerleber auf diese Art, total lecker!!!
    Gefunden habe ich dich übrigens durch deinen Artikel über Awards und Kettenbriefe: Toll geschrieben und ganz meine Meinung. Den Artikel werde ich gleich mal an jemand schicken, die mir wieder einen sooo tollen Award verleihen möchte ;-)
    Süße Grüße,
    Monika

  4. Gismolinchen sagt:

    Ich habe schon so oft bemerkt, daß bei Innereien die Meinungen soweit auseinandergehen, da passen schon ganze Laster dazwischen ;-) . Ich persönlich esse Leber super gerne und kann das überhaupt nicht nachvollziehen und finde es sehr schade, daß Leber etc. eher spärlich und manchmal nur auf Nachfrage erhältlich ist. Nun, so wie Du es zubereitest, so kenne ich das auch und genauso essen wir das – tja, so sind se de Berliner ;-)

  5. Klara_Himmel sagt:

    Überredet! Wird heute noch gemacht. :) Schöne einfache Anleitung, für Koch-Legastheniker absolut geeignet. Danke!

  6. Bea sagt:

    Ich liebe Leber!
    Und genau so wie Du mache ich sie auch. Ich glaube, ich muss nun doch nochmal los zum Einkaufen …

  7. connychaos sagt:

    Nee, Innereien esse ich gar nicht. Wenn Männe sich ab und an sowas kocht, esse ich nur das Kartoffelpü und die Zwiebeln.

    LG

    Conny

  8. Sandra sagt:

    Mit Leber kannst Du mich bis Timbuktu jagen, nicht mal so sehr wegen des Geruchs, aber wegen der Konsistenz wenn man draufbeißt. Ich finds gruselig, aber dein Kartoffelpüree schaut lecker aus :-)

    Liebe Grüße

Teile anderen Lesern mit, was du denkst

Verzichte auf Werbe- und Signaturlinks, unflätige Sprache und Beleidigungen. Ich behalte mir vor Kommentare mit Links, die nicht zu Blogs führen und/oder Keywords als Namen verwenden zu editieren oder zu löschen! ↑↑ wieder nach oben ↑↑

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>