Trackback – was ist das und wozu braucht man das?

TrackbackGestern las ich einen Artikel von Sascha (Kooperation statt Konkurrenz – Gemeinsam mehr erreichen), den ich euch gerne ans Herz legen möchte. Leider denken immer noch die meisten, dass andere Blogs Konkurrenz sind und zeigen das gerne und immer öfter durch Linkgeiz. Ich hatte den Beitrag dann kommentiert und als Beispiel Trackbacks genannt, die nicht freigeschaltet werden. Prompt bekam ich eine Nachricht via Facebook von einer befreundeten Bloggerin, die mir erklärte, dass das nicht immer was mit Linkgeiz zu tun hätte, sondern oft auch Unwissen sei. Auch sie wüsste erst seit ein paar Monaten, dass man die Dinger, auch Pingback genannt, freischalten muss. Also dachte ich, es wird Zeit mal wieder ein bisschen Aufklärung zu betreiben. :D

Was sind Trackbacks?

Vereinfacht gesagt ist ein Trackback schlicht eine Benachrichtigung. Ein Trackback sagt euch, dass euch jemand verlinkt hat, dass ihr einen Backlink zu einem eurer Artikel1 bekommen habt. Das passiert zum Beispiel, wenn euer Artikel so gut war, dass man ihn gerne weiterempfiehlt oder jemand über das gleiche Thema schreibt und sich dabei auf euren Artikel bezieht. Ein Backlink ist also eine Art Belohnung für eure Arbeit und der Trackback benachrichtigt euch darüber.

Trackbacks sind wichtig für die Kommunikation zwischen den Blogs. Ich verlinke euch und schicke euch via Trackback die Nachricht, dass ich euren Artikel verlinkt habe. Als “Dankeschön” steht mein Trackback nun bei euch in den Kommentaren, was gleichzeitig wieder ein Backlink für mich ist. Wenn ihr einen Trackback sendet, dann ist es ein Backlink für euch. Quasi eine Win-Win-Situation.

Und nicht zuletzt sehen eure Leser wie oft und wo überall euer Artikel schon verlinkt wurde und ob es dort vielleicht noch wichtige Ergänzungen zu eurem Beitrag gibt. Somit hat auch der Leser etwas davon, nämlich mehr Information.

Warum steht bei einigen Pingback statt Trackback?

Ein Pingback ist nichts anderes als ein automatischer Trackback. Nicht alle Blogsysteme bieten diesen Service, dass verlinkte Blogs automatisch gepingt (benachrichtigt) werden. In WordPress funktioniert das und man kann das ein- und ausschalten. Zu finden unter Einstellungen -> Diskussion

WP Trackback Einstellungen

Ihr seht das gehört gar zu den Standardeinstellungen und bei mir sind selbstverständlich alle Häkchen drin. Und ignoriert bitte das “verlangsamt das Veröffentlichen” das ist Blödsinn, es sei denn ihr verlinkt in einem Artikel 50 Blogs.

Bei einem Pingback muss man also nichts weiter tun, als den Artikel des Kollegen im Beitrag zu verlinken. Den Rest erledigt WordPress in der Regel von selbst. “In der Regel” deshalb, weil es schon mal passieren kann, wenn man mehrere Blogs verlinkt, dass ein Link beim Veröffentlichen nicht mitgesendet wird.

In diesem Fall gehe ich auf “Artikel bearbeiten” und sehe dann unter der Eingabemaske bei den Trackbacks welche Blogs angepingt wurden und welche nicht.

PingbackWenn ich 5 Artikel verlinkt habe und bei “Bereits gepingt” nur 4 Links zu sehen sind, dann setze ich den 5. Link manuell ins Trackback-Feld und aktualisiere den Beitrag. Dann kommt er meistens an. Ihr seht auf diesem Beispiel auch, dass zwei Trackbacks an mich selbst geschickt wurden. Dazu schreibe ich weiter unten nochmal was.

Was ist eine Trackback-URL und wie geht das?

Habt ihr schon mal an einer Blogger-Aktion teilgenommen und dort gelesen “sendet uns einen Trackback”? Vielleicht habt ihr auch bei einigen Blogs schon mal unter einem Bericht eine Trackback-URL gesehen? Habt ihr euch nie gefragt was das ist, wozu man die braucht?

Dieses automatische Pingen, das WordPress unterstützt, funktioniert nämlich nicht in allen Blogsystemen, dann braucht man eine Trackback-URL, die man von Hand ins Trackback-Feld einfügen muss. Je nach Blogsystem findet man die Trackback-URL, wie gesagt, am Ende des Artikels, aber nicht in allen Blogs wird sie angezeigt. Ist aber kein Problem, denn die könnt ihr selbst basteln.

Der Link zu diesem Artikel lautet:

http://www.chaosweib.com/2012/08/22/trackback-was-ist-das-und-warum-braucht-man-das/

Die Trackback-URL sieht dann so aus:

http://www.chaosweib.com/2012/08/22/trackback-was-ist-das-und-warum-braucht-man-das/trackback/

Ist also ganz simpel und geht ratz fatz. Einfach ein trackback/ an den Link dranhängen. Diesen Trackback-Link könnt ihr dann in das dafür vorgesehene Feld setzen.

Trackback FeldDas ist auch schon der ganze Zauber. Der andere erfährt nun, dass er verlinkt wurde und euer Trackback taucht in seinen Kommentaren auf. Vorausgesetzt er wird freigeschaltet.

Kann man sich selbst einen Trackback schicken?

Ja, das geht natürlich, wie bei dem Beispiel oben zu sehen ist. Wenn ihr auf einen eurer älteren Artikel verweist, dann bekommt ihr, zumindest bei WordPress, auch einen Trackback an diesen Artikel geschickt. Den kann man da durchaus stehen lassen, dann sehen eure Besucher, dass es noch einen weiteren Bericht zu dem Thema gibt. Wenn ihr das nicht haben wollt, könnt ihr ihn auch einfach in den Papierkorb schieben oder mit Hilfe eines Plugins2 verhindern, dass ihr euch selbst anpingt.

Was ist Trackback Spam?

Den gibt es leider auch immer wieder. Es gibt so neunmalkluge Webmaster, die gerne ihre Backlinks erhöhen möchten um bei Google besser zu ranken. Die gehen dann hin und geben euren Trackback-Link ins Trackback-Feld ein, ohne euren Artikel wirklich verlinkt zu haben. Oder man taucht auf ausländischen Seiten versteckt auf. Sprich der Link zu eurem Artkel ist eventuell vorhanden, aber nur per MouseOver zu finden und hat mit dem fremden Artikel überhaupt nichts zu tun.

Diese Trackbacks lasse ich natürlich nicht zu und das solltet ihr auch nicht. Ein gutes Anti-Spam Plugin kann da hilfreich sein. Ich empfehle an dieser Stelle immer wieder das kostenlose Antispam Bee von Sergej Müller. Ich kann damit zum Beispiel nur Kommentare in den Sprachen zulassen, die ich haben will. Zum Beispiel nur welche in deutscher Sprache.

So fallen schon mal viele, viele Spammer (natürlich auch Spam-Kommentare) weg und man kann die Trackbacks auf Wunsch auch in die Moderation laufen lassen. Dort kann man dann die “Guten” zulassen und die “Bösen” löschen. Es gibt auch ein Plugin, dass Trackbacks dahingehend überprüft, ob ein Link zu eurem Artikel überhaupt vorhanden ist, oder ob es sich um Spam handelt.

*****

So, nun wisst ihr was es mit den Trackbacks auf sich hat. Wenn noch Fragen offen sind, nur zu, die Kommentarfunktion ist dafür ja da. Und wenn ihr weitere, zusätzliche Informationen gerne selbst bloggen wollt, dann vergesst den Trackback nicht. :D

PS: Wenn ihr nie Trackbacks zulasst, kann es passieren, dass man euch auch nicht mehr verlinkt. Das will ja auch keiner, oder?


Trackback Icon oben links via avi.alkalay.net

  1. Trackbacks funktionieren nur, wenn ein Artikel verlinkt wird, das geht nicht bei statischen Seiten oder gar der Startseite
  2. Das Plugin “No self Ping” wird seit 2 Jahren nicht mehr aktualisiert, scheint aber bei einigen noch problemlos zu laufen. Also erstmal testen oder ein vergleichbares suchen.
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Über Chaosweib

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18 Antworten auf Trackback – was ist das und wozu braucht man das?

  1. Gismolinchen sagt:

    Sicherlich werden jetzt einige sagen, ach wat, das weiß man doch. Und ich sage ganz klar, Nein, das wissen sicherlich nicht alle und viele – gerade Anfänger – können auch die Frage nicht unbedingt formulieren, denn es gibt ja 1000 Dinge, die am Anfang auf einen einstürzten, ist doch so. Dazu kommt natürlich auch, wen kann ich denn fragen, ohne unbedingt eine abwertende Antwort zu erhalten. Ganz ehrlich mal, ich finde es gut, daß Du Dich dieser Sache mal angenommen hast und man nun nachlesen kann, ebenso das Thema auf Deinem Blog – Plugins mit der entsprechenden Verlinkung, das hat mir gerade in der letzten Zeit doch einiges gebracht und so sage ich einfach mal Dankeschön ;-) ))))))))

  2. Sabienes sagt:

    Soweit ich WordPress verstanden habe, muss ich, um einen Trackback zu verschicken, den anderen Blog nicht unbedingt verlinken, sondern schicke diesen ganz einfach los.
    Anders bei einem Pingback: Da setze ich aktiv einen Link zu einem anderen Blog. Dessen Besitzer kann dann entscheiden, ob er den Ping für seine Seite freigibt oder nicht.
    Mit einem Trackback wird ein Backlink erzwungen und ich kann mir nicht sicher sein, ob ich selbst auch einen Backlink erhalten werde. Das Trackbacken treibt manchmal Blüten. Es gibt Blogger, die verschicken fast wahllos Trackbacks an andere Blogs, ohne diese zu besuchen, in der Hoffnung, dass einer durchkommt.
    Einer, der mich pingt, muss ja zumindest mal auf meinem Blog gewesen sein, um auf meinen Artikel zu verweisen.
    Ich lehne Trackbacks ab und freue mich über Pings.
    Sabienes

    • Chaosweib sagt:

      Entschuldige bitte, aber hast Du den Artkel ganz gelesen? Steht alles drin, von wegen Trackback Spam und echten Trackbacks. Auch von Pingbacks, die aber nicht jeder Blogger versenden kann und dann braucht er den Trackback.

      Wieso hat jemand der Dir einen Trackback schickt Deinen Blog nicht besucht? Woher hat er denn den Link? Und wenn der den Link irgendwo her hat, wieso kann das nicht der mit dem Pingback auch so machen?

      Du kannst doch kurz überprüfen ob der, der Dich “trackbackt” auch wirklich verlinkt hat und wenn es sich um einen Stammleser von Dir handelt, den kennst Du doch. Wieso verweigerst Du dem denn dann den Trackback?

      Ganz ehrlich, verstehe Deine Haltung da nicht, sorry.

  3. TmoWizard sagt:

    Hallöchen Chaosweib!

    Das mit dem Linkgeiz ist so eine Sache, über die ich mir auch schon so meine Gedanken gemacht habe.

    Ich selbst bin ja eher der Typ, der zu viele Links in seinen Artikeln bringt! ;-) Das gehört inzwischen irgendwie bei mir dazu, davon lasse ich mich nicht abhalten. Leider kommen allerdings die Pingbacks manchmal sehr verspätet an, keine Ahnung warum! :-O

    Grüße aus TmoWizard’s Castle

    Mike, TmoWizard

    • Chaosweib sagt:

      Guter Beitrag von Dir. Ich selbst verlinke ganz gerne, vorallem wenn ich dem Leser dadurch zusätzliche Infos oder andere Sichtweisen liefern kann.

      • TmoWizard sagt:

        Danke für das Lob, sowas habe ich gern! Gerade für zusätzliche Informationen sind diese Links sehr wichtig, schließlich könnte ich auf meinem Blog auch irgend einen Unfug erzählen und irgend jemand würde das vielleicht auch noch glauben! ;-)

  4. horrorbiene sagt:

    Danke für die Aufklärung. Das mit den eigenen Trackbacks hat mich schon immer gewundert… Bis jetzt war mir auch nicht klar, dass es von Vorteil sein kann, wenn ich sie genehmige. Ich dachte immer, dass ich das nicht freischalten brauche, weil es ja keine Genehmigung für den anderen ist… Ein wirklich gelungener Beitrag!!!

  5. Sabienes sagt:

    Bei Stammlesern und/oder Blogs, die mich auch verlinken, handhabe ich das natürlich anders.
    LG
    Sabienes

  6. Jana sagt:

    Hallo Chaosweib,
    auch wenn ich ein Kommentar ungern so anfange (klingt so nach Spam), aber dein Beitrag erklärt sehr gut das Thema Trackbacks. Großes Lob!
    Selbst verstehe ich nicht, wie man das nicht erkennen kann, dass man Trackbacks freischalten muss. Steht doch unter Kommentare und die müssen (zumindest standardmäßig) auch freigeschaltet werden. Ich denke nur, dass viele den Vorteil von Trackbacks noch nicht verstanden haben. In meinen Blogs versuche ich immer Links zu setzen, wenn sie passen.

  7. Kratzi sagt:

    Toller Beitrag. Ich wusste zwar an sich schon, was ein Trackback oder Pingback ist, aber wie genau das alles funktioniert, davon hatte ich keine Ahnung. Ich habe zwar auch keinen Blog, aber interessant fand ich deine Erklärung dennoch.
    Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die meisten Blogger davon überhaupt nichts wissen, daher kann es nur eine Bereicherung sein, wenn Leute über dieses Thema berichten. Ich finds auch immer gut, wenn ein Beitrag mehrere Links zu anderen (ähnlichen) Artikeln enthält, damit man sich eventuell weiter informieren kann, wenn man das denn möchte.

  8. Pingback: SEO-Woche: Über Onpage, Manipulation und Prognosen | SEO Book

  9. sabo sagt:

    So, da musste ich doch mal fix in meinen Einstellungen gucken – ich hatte sie zugelassen *puh*
    Ich verstehe den Linkgeiz auch nicht wirklich. Aber es muss schlussendlcih jeder selber entscheiden.

    LG, Sabo

  10. Pingback: Wie mache ich meinen Blog bekannt? – Teil 2 [Backlinks] | TECH!MEDIAZ

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