Zu geringe Wahlbeteiligung? Macht es doch online!

Wahlen 2013Am 22. September wird wieder gewählt. Und zwar zum 18. Mal in der Geschichte der Bundesrepublik. Die Zeitungen und TV-Nachrichten sind voll und immer wieder hört und liest man, dass zu wenig Bürger ihr Stimmrecht wahrnehmen, aus welchen Gründen auch immer. Was ich mich dabei frage ist, warum kann man nicht online wählen? Würde das nicht mehr Leute animieren zu wählen?

Seit 1949 finden in der Bundesrepublik Deutschland alle 4 Jahre (Ausnahmen 1972 und 1983) Wahlen statt. Die höchste Wahlbeteiligung gab es 1972 mit 91,1 %, mit Abstand am wenigsten gingen zuletzt 2009 zur Wahl. Da waren es nur noch 70,9 %. (Quelle: Wikipedia)

Gründe warum man nicht wählen geht, mag es einige geben, so zum Beispiel Politikverdrossenheit. Viele denken einfach, dass sich eh nichts ändern wird, egal wen man wählt. Ich denke das auch manchmal um ehrlich zu sein, aber ich wähle trotzdem. Ein Teil der Wahlberechtigten ist aber auch, angesichts dieser Aussichten, vielleicht einfach zu bequem am Sonntag rauszugehen. Ich möchte hier mal darauf eingehen wie man seine Stimme abgeben kann und warum das nicht endlich mal online geht.

Wahllokal

Die Wahlen finden stehts an einem Sonntag statt. Dazu muss man sich in das örtliche Wahllokal begeben, in der Regel ein öffentliches Gebäude wie Schule, Rathaus oder ein Gemeinschaftsraum der Kirche. Geöffnet sind diese Wahllokale von 8:00 Uhr morgens bis 18:00 Uhr abends.

Viele können sich was besseres vorstellen als an einem Sonntag durch die Gegend zu laufen oder zu fahren, einen Parkplatz zu suchen und anstehen bis man sein Kreuzchen machen darf.

Briefwahl

Wer sich am Tag der Wahl nicht in seinem Wahlbezirk aufhält oder aus gesundheitlichen Gründen das Wahllokal nicht aufsuchen kann, hat die Chance seine Stimme per Brief abzugeben. Dazu muss man die Briefwahlunterlagen anfordern (geht meist auch online auf der Homepage der jeweiligen Kommune) oder auf der Gemeinde abholen. Am sichersten ist es, wenn man sie persönlich abholt und am besten gleich vor Ort „ausfüllt“ und wieder abgibt.

Die meisten wählen aber zu Hause, eben weil sie aus besagten gesundheitlichen Gründen das Haus nicht verlassen können. Dann muss der Brief wieder per Post zurück geschickt werden. Doch wer sagt mir, ob mein Brief auch ankommt? Er könnte ja, wie auch immer, verloren gehen.

Wandernde Wahlurnen

Unter dem Begriff „wandernde Wahlurnen“ versteht man bewegliche Wahlvorstände, die sich mit verschlossenen Wahlurnen an Orte wie Justizvollzugsanstalten, Krankenhäuser und Pflegeheime begeben um den Menschen dort die Stimmabgabe zu ermöglichen. Da die meisten per Brief wählen können, ist diese Art der Stimmabgabe nur gering verbreitet.

Online wählen

Geht das? Kann ich meine Stimme am Sonntag morgen im Morgenrock mit meiner Tasse Kaffee zu Hause am PC abgeben? Nein, das geht leider nicht. Doch warum nicht? Das wäre eine Art, die mir gefallen würde und ich könnte mir vorstellen, dass so mehr Bürger wählen würden, die keine Lust haben das Wahllokal aufzusuchen oder die Briefwahlunterlagen anzufordern und wieder abzuschicken.

2013 sollte sowas möglich sein. Den berühmt, berüchtigten und ebenso wichtigen Zensus-Fragebogen konnte man doch auch online ausfüllen? Man braucht doch nur eine Website einzurichten, die, wie das Wahllokal, am Tag der Wahl von 8:00 Uhr bis 18:00 Uhr erreichbar ist. Versehen mit einem Login. Da jeder Bürger eine Wahlbenachrichtigung bekommt, könnte dort ein Code draufstehen mit dem sich nur diese Person einloggen kann oder man tut dies einfach mit der Personalausweisnummer. Das sollte doch machbar sein, oder? Ist mindestens so sicher wie eine Briefwahl, die per Post verschickt wird.

Wie gebt ihr eure Stimme ab? Geht ihr ins örtliche Wahllokal, macht ihr Briefwahl oder geht ihr gar nicht wählen? Würdet ihr eure Stimme online abgeben und denkt ihr, dass die Wahlbeteiligung, gerade bei jungen Leuten, so steigen würde?

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Über Chaosweib

Jutta - Nachtmensch, Bücherwurm, Spielkind, Teeliebhaberin - chaotisch, frech, neugierig, ungeduldig, experimentierfreudig - bloggt über alles, was ihr unter die Finger kommt und freut sich genau jetzt über deinen Kommentar :)
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3 Antworten auf Zu geringe Wahlbeteiligung? Macht es doch online!

  1. nasch sagt:

    Wir haben Briefwahl gemacht 🙂 Online wäre klasse und in der heutigen Zeit sicher auch gar kein Problem.

  2. Pingback: Coole Blogbeiträge Woche 36Always sunny

  3. Marlene sagt:

    Ich mache schon seit mehr als Jahren Briefwahl und finde es sehr praktisch nicht am Wahltag raus zu müssen. Früher fand ich es voll nervig dann extra raus zu müssen, auch wenn man eigentlich eher zu Hause auf der Couch lümmeln wollte 😉

    LG
    Marlene

    PS:
    Mein Brief ist diese Woche raus gegangen. Gebe sie beim Rathaus ab, die leiten es dann weiter.

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